Kunden schätzen kundige Beratung
10.09.2008 | 20:16 Uhr 2008-09-10T20:16:24+0200Axel Vosschulte (Multi Store Concept) bummelt "liebend gern" durch Ikea. Reinhold Semer (Hellweg-Baumärkte) ist nach Selbsteinschätzung "nicht der typische Kunde". Er mag es bequemer. ...
... Peter Berlet (Elektrofachmärkte) stellt sich "gerne vor Weihnachten als Opfer dar" und sucht bei Verkäuferinnen - meist erfolgreich - nach Hilfe für ein Geschenk an seine Frau. Christian Zurbrüggen (Wohnmärkte) bevorzugt Peek & Cloppenburg, schätzt aber auch den Elch. Vier erfolgreiche Privatunternehmer hatte der Dortmunder Marketingclub ins Hilton Hotel zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Thema: "Faszination oder Langeweile? Das Shopping-Erlebnis im filialisierten Einzelhandel". Horst Müller, Präsident des Marketing-Clubs, freute sich über das hochkarätige Feld von Gesprächspartnern. Das Interesse der Mitglieder war entsprechend groß.
Unter Gesprächsleitung von Christoph Berdi, Chefredakteur der Fachzeitschrift "Absatzwirtschaft", ging es querbeet durch den Einzelhandel. So erfuhren die Mitglieder, dass im Textileinzelhandel Markenfirmen hoch renditeträchtig agieren, die Baumarktsituation stark abhängig sei von der Binnenkonjunktur. Lösung: Der Verbraucher müsse mehr verfügbares Nettoeinkommen haben. Familiengeführte Unter- nehmen, so war sich Berlet sicher, könnten auf Marktsituationen deutlich flexibler reagieren als die konzerngebundenen Ladenketten.
In der gesamten Möbelbranche gebe es deutschlandweit nur inhabergeführte Unternehmen und keine Konzerne, trotz einer äußerst kapitalintensiven Branche, erklärte Christian Zurbrüggen. Fazit daraus für Reinhold Semer: "Privatunternehmer denken nicht ständig an Übernahmen, sondern konzentrieren sich auf ihre Bereiche". Mit der Dortmunder City ist Axel Vosschulte zufrieden: "Sie hat deutlich an Kaufkraft zurückgewonnen". Reinhold Semer würde mit seinen Baumärkten lieber in die Stadtzentren ziehen, wenn es hier genügend Flächen geben würde. Er sprach sich grundsätzlich gegen Megamärkte auf der grünen Wiese aus: "Hier hat die Politik in vielen Fällen falsch entschieden", lautete seine Kritik.
Ganz besonders wichtig im Handel sei es, geschulte Verkäufer zu haben. Das Personal müsse laufend qualifiziert und motiviert werden. Verbraucher würden die sachkundige Beratung schätzen. Dies mache sich letztlich beim Umsatz bemerkbar.
19:09
wäre wichtig...
19:07
Wer von der hohen Politik ließt das und macht sich Notitzen???