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Verstärkt um Zuschauer werben

18.08.2009 | 18:37 Uhr

Großes Familientreffen auf vollbesetzter Bühne zum Start in die neue Theater-Spielzeit. Für 29 Neuverpflichtungen zugleich Beginn in einem anderen Ensemble, in einem neuen, für manche bestimmt zunächst noch ungewohnten Haus.

Auf roten Loriot-Sofas freuten sich die Spartenleiter, einschließlich der geschäftsführenden Direktorin, Bettina Pesch, auf das neue Halbjahr. Ohne Rück- und Ausblick ging das nicht. Ziel für Bettina Pesch: Gewinnung neuer Publikumskreise durch verbesserte Abo-Werbung, Ticketverkauf über das Internet (mit gleichzeitigem Ausdruck der Karten), Verstärkung der Werbung im Umland. Erfreulich: in der zurückliegenden Spielzeit seien die Vorgaben nicht überschritten worden - mit Ausnahme der unbeeinflussbaren Tarifanpassung. Durch die enormen Investitionen im Haus (u.a. weitere Brandschutzmaßnahmen) sei der finanzielle Spielraum eng. Bei Meinungsverschiedenheiten bat Bettina Pesch darum, „eventuelle Probleme ganz nah zu erörtern”. Außerdem kündigte die geschäftsführende Direktorin an, dass es in der Kinderoper trotz Baustellennähe zum Thier-Areal durch Lärmschutzmaßnahmen Vorstellungen geben werde.

Opernintendantin Christine Mielitz freute sich über einen Brief des zeitgenössischen Komponisten Hans Werner Henze, der schon lange in Italien lebt und in dem Schreiben seinen baldigen Besuch in Dortmund ankündigt. Am Opernhaus wird „Der kleine Lord” mit Henzes Musik wieder neu ins Programm aufgenommen: „Damit haben wir einen großen Menschen und Musiker geehrt”.

Stehender Beifall für Andreas Gruner

Für Schauspieldirektor Andreas Gruner steht nach zehneinhalb Jahren die letzte Spielzeit an. Er wünschte für alle Akteure „spannende, künstlerische Zeiten”. Mit stehendem, lang anhaltendem Beifall aller Theaterleute wurde Gruner eine besonders dankbare Aufmerksamkeit zuteil. Ein schöner Beweis für seine Beliebtheit im Haus.

Ballettchef Xin Peng Wang hofft „auf viele weitere positive Erfolge” seiner Company. Für Andreas Gruhn vom Kinder- und Jugendtheater habe Ruhr.2010 schon mit der Vorbereitung einiger Projekte begonnen, wie zum Beispiel bei pottfiction, dem Jugendtheaterprojekt.

Auf ein Gastspiel des Philharmonischen Orchesters in der türkischen Metropole Istanbul hofft Generalmusikdirektor Jac van Steen im nächsten Jahr. Seine erste Spielzeit als Orchesterchef bezeichnete van Steen „als sehr gut” und merkte an, dass die Auslastung in der Oper besser werden müsse. Zudem gelte es, bei wachsender Konkurrenz alle Energien zu bündeln. Jac van Steen hofft dabei auf weitere Unterstützung durch die Politik, auch nach den Wahlen am 30. August.

Joachim vom Brocke

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