Van Steen setzt auf Optimismus zum Start
04.09.2011 | 08:00 Uhr 2011-09-04T08:00:00+0200
Dortmund.Einigen Wirbel gab es um die Trennung der Stadt von Generalmusikdirektor Jac van Steen zum Sommer 2013 – jetzt will der Generalmusikdirektor sich wieder auf das konzentrieren, wofür er eigentlich in Dortmund da ist: Musik machen. Die Saison der Dortmunder Philharmoniker startet am 13. und 14. September mit dem 1. Philharmonischen Konzert unter dem Titel „Apotheose!“.
Es mag ein Signal sein, dass van Steen ausgerechnet bei dem wichtigen Eröffnungskonzert die eigenen Kräfte in den Vordergrund stellt: Als Solist spielt Alexander Prushinskiy, der nun in der zweiten Saison 1. Konzertmeister der Dortmunder Philharmoniker ist. Van Steen ist stolz auf den 30-jährigen Geiger – „und ich hoffe, dass er dem Orchester länger erhalten bleibt.“ Denn gute Konzertmeister seien heiß begehrt – und würden auch schnell abgeworben.
Alexander Prushinskiy allerdings verspricht, Dortmund nach besten Kräften zu unterstützen. Wie sich das klanglich auswirkt, ist im Philharmonischen Konzert zu hören: Zwischen der tänzerischen, deutlich gekürzten Suite aus „Divertimento“ von Richard Strauss und Sinfonie Nr. 7 von Ludwig van Beethoven interpretiert Prushinskiy als Solist „Chain 2“ von Witold Lutoslawski. Ihm und van Steen liegt es am Herzen, diesen „großen polnischen Komponisten“ in Erinnerung zu rufen. Seine Musik eröffne eine „ganz neue Welt“, sagt van Steen und zeigt fröhlich die ungewöhnliche Partitur, die zwischen strengen, nach dem Taktschlag gespielten Teilen und freien Passagen wechselt, die der Solist ein wenig nach seinem Temperament gestalten kann. „Man spürt, dass Lutoslawski selbst Geige gespielt hat“, sagt Prushinskiy. „Bei einigen Passagen fliegt man weg in den Kosmos.“
Ohnehin wünscht sich van Steen einen „fliegenden Start in die Spielzeit“, den er spätestens mit Beethoven befeuern will – ganz anders eben, als das Ende der letzten Saison.
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