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Theater ist Lebensqualität

19.02.2010 | 18:42 Uhr

Eine Million Euro einsparen von 28,72 Millionen städtischem Zuschuss - das klingt erstmal gar nicht so dramatisch. Ist es aber doch. Denn mit dem seit Jahren eingefrorenen Zuschuss befindet sich das Theater jetzt schon am Rande seiner Kapazitäten. Kaputte Scheinwerfer können nicht mehr repariert, alte Instrumente müssen zusammengeflickt werden. Fachleute bezeichnen die Ausstattung des KJTs als Kernschrott. Ob Künstler oder Techniker - wie die Spartenleiter berichten, machen sie alle jetzt schon allein den Job von eigentlich fünf oder sechs Leuten. Sie produzieren Überstunden en masse, weil sie idealistisch an den Wert des Theaters glauben. Ein Wert, den alle Spartenleiter gestern zurecht beschworen haben: Theater ist Bildung, ist Integration, ist Lebensqualität - und eine wichtige Errungenschaft unserer Demokratie. Das darf nicht einfach weggestrichen werden.

Bitter, das selbst die jetzigen Einsparungen noch nicht das Ende sein könnten: Tariferhöhungen müssen ausgeglichen, Überstunden der Techniker neuerdings in Freizeit ausgeglichen werden. Und selbst um Landes-Fördergelder kann sich das Theater nicht bemühen - weil es keinen Eigenanteil garantieren kann.

Nadine Albach

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