Tana-Schanzara-Preis für den Nachwuchs
03.02.2010 | 21:00 Uhr 2010-02-03T21:00:00+0100
Dortmund. In Bochum wurde sie verehrt. In Dortmund aber wird sie geehrt. Ein Tana-Schanzara-Preis soll beim Sommerkabarett-Festival „RuhrHochDeutsch” im Spiegelzelt am U-Turm vergeben werden.
„Wir wollen den Nachwuchs aus der Region ehren. Alle sind sich einig, dass es einen solchen Preis geben muss. Die jungen Künstler haben die Anerkennung verdient”, erklärt Initiator Horst Hanke-Lindemann. Drei bis vier Veranstaltungen hat er in dem Spiegelzelt am U geplant, bei denen der Pott-Nachwuchs in jeweils 15 Minuten sein Können beweisen kann, um dann vom Publikum und einer Jury beurteilt zu werden. Ob die Auszeichnung aber tatsächlich während des Festivals verliehen werden kann, soll sich erst in den nächsten zwei Tagen definitiv klären, sagt der Leiter des Fletch Bizzel. Eine hohe Dotierung sei nicht vorgesehen - die Ehrung stünde im Vordergrund.
Dass Volksschauspielerin Tana Schanzara die richtige Namenspatin wäre, steht für Hanke-Lindemann außer Frage. „Sie ist in Dortmund aufgewachsen. Beide Eltern haben hier am Opernhaus gearbeitet. Sie hat in Dortmund einen wichtigen Teil ihres Lebens verbracht.”
Erstaunt ist der Initiator, dass Bochum, an dessen Schauspiel Schanzara berühmt wurde, der Kohlenpott-Duse nicht ebenso huldigt: „Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass man die Ikone der Stadt entsprechend würdigt.”
Hanke-Lindemann plant jenseits des Nachwuchs-Preises und Auftritten von Ruhrgebiets-Komödianten wie Frank Goosen, Jochen Malmsheimer und (mit eigenen Showreihen) Lioba Albus sowie Bruno Knust zudem ein Pott-Symposium: Die Sprache des Ruhrgebiets soll dort auf ihre Eigenarten hin wissenschaftlich untersucht werden.
Das Festival „RuhrHochDeutsch” soll in der Zeit von Juli bis September die Fläche vor dem U-Turm zu einer humorigen Meile machen.
Fotos: Bodo Goeke
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