Straßen als Kunstwerk
09.12.2009 | 18:57 Uhr 2009-12-09T18:57:00+0100Dortmund. Die Kulturhauptstadt kommt - und wir stellen Ihnen die Projekt in loser Folge vor. Heute: 2-3 Straßen
Grundidee:Der Konzeptkünstler Jochen Gerz will ein Kunstwerk schaffen, das städteübergreifend ist: Freiwillige ziehen in leerstehende Wohnungen in Dortmund, Duisburg und Mülheim an der Ruhr. Die Straßen - in Dortmund am Borsigplatz - werden zu einer öffentlichen Ausstellung, sollen sich durch die neuen, kreativen Geister und Besucher verändern. Ein Text, den die Bewohner und die Besucher gemeinsam verfassen, wächst über den gesamten Projektzeitraum.
Zeit:Das ganze Jahr 2010.
Was ist neu?Die Idee, ganze Straßenzüge über mehrere Städte hinweg zu einem Kunstwerk zu erklären, stellt den tradierten Kunstbegriff in Frage - typisch für Jochen Gerz, der in Dortmund schon mit seinem „Geschenk” begeisterte.
Für wen ist es?Die Idee ist zugegebenermaßen abstrakt; das Projekt nicht auf Masse ausgerichtet. Städteplaner und Experimentierfreudige dürften die ersten sein, die die Straßen besuchen. Geht allerdings Gerz Plan auf, dürfte das Projekt mit zunehmender Dauer und Kommunikation die ursprünglichen Bewohner der Straße und sonstwie Neugierige ansprechen.
Was bleibt?Im besten Fall mehr, als jedes städtebauliche Projekt erreicht hat: Eine aktive, sich um ihre Umwelt kümmernde Straßengemeinschaft. So die Vision.
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