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Sorge um den U-Turm

13.01.2010 | 15:36 Uhr
Sorge um den U-Turm

Dortmund. Bei den Grünen wächst die Sorge, dass der U-Turm, zentraler Beitrag Dortmunds zur Kulturhauptstadt Ruhr 2010, nicht rechtzeitig in Betrieb geht und die Stadt - nach den Wirren um das Haushaltsloch - erneut zur Zielschreibe von Hohn und Sport in den bundesdeutschen Medien wird.

„Wir Grüne stehen weiterhin ohne Wenn und Aber zu dem Projekt”, bekräftigten deren Fraktionssprecher Ingrid Reuter und Mario Krüger. Nur fügte Krüger einschränkend hinzu: „Ich habe nicht den Eindruck, dass die Arbeiten zum Um- und Ausbau professionell abgewickelt und rechtzeitig abgeschlossen werden.” Was Krüger aus eigener Anschauung sagt: Er hatte in der letzten Woche Gelegenheit, die Großbaustelle in Augenschein zu nehmen.

Ratssondersitzung

Offenbar wollen sich die Grünen nicht nochmal vorwerfen lassen, von nichts gewusst und auch nicht frühzeitig nachgefagt zu haben. Deshalb machen sie das U-Projekt zum Thema der Ratssondersitzung am Donnerstag.

Sie wollen von der Verwaltung eine „realistische” Planung, wie sich die Baustelle im Mai präsentiert, wenn zur „Local-Hero-Woche” etwa 10 000 bis 15 000 Besucher in Dortmund erwartet werden. Nicht weniger skeptisch sind die Grünen auch, was den Fertigstellungstermin angeht, den Kulturdezernent Jörg Stüdemann (SPD) kürzlich erst wegen überraschend aufgetretener baulicher Schwierigkeiten auf August verschoben hat.

Zudem soll Stüdemann transparent machen, wie es zu der „großen Diskrepanz” zwischen der gutachterlichen Beurteilung des Übernahmezustands des früheren Kellereihochhauses der Unionbrauerei und den inzwischen zutage getretenen Mängeln kommen konnte. Der investive Mehraufwand, so Krüger auch mit Blick auf den Rund-um-die-Uhr-Baubetrieb, dürften sich in den Betriebskosten niederschlagen. „Das machen die Firmen doch nicht für lau.”

Plan B

„Wir wollen in der Ratssitzung auch hören, ob die Verwaltung für den Fall des Scheiterns einen Plan B in der Schublade hat und was der im Einzelnen vorsieht”, komplettiert Fraktionssprecherin Ingrid Reuter den Fragenkatalog.

Laut Krüger befindet sich der Turm noch im Stadium des Rohbaus. Decken und Träger würden verstärkt. Das Dach stehe offen, es schneie hinein. Und noch fehlt es an jeder Sanitär- und Elektroinstallation.

Rolf Maug

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