Runder Tisch für Kronenbrauerei-Aktivisten
26.08.2010 | 18:05 Uhr 2010-08-26T18:05:00+0200
Dortmund.Kreativität ist ein Wirtschaftsfaktor und Motor für Veränderungen in einer Stadt: 13 600 Menschen arbeiten im Kreativsektor in Dortmund und erzielen nach Angaben der Stadt 800 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Sie zu unterstützen, ist Ziel des Europäischen Zentrums für Kreativwirtschaft (ecce) unter Professor Dieter Gorny, das im Oktober in das Kreativquartier U zieht. Ersten konkreten Nutzen könnten die Kronenbrauerei-Aktivisten daraus ziehen.
450 000 Euro lässt sich die Stadt dem Ausbau kosten - und verspricht sich von „ecce“ als Laboratorium eine weitere Internationalisierung und Vernetzung der Kreativwirtschaftsszene, so Kulturdezernent Jörg Stüdemann. „Wir müssen darüber reden, wie wir es schaffen, dass die Leute bleiben“, sagt Gorny.
Konkretes Beispiel könnten die Kronenbrauerei-Aktivisten sein, die ein Zentrum für eine neue Generation der Subkultur fordern. In den nächsten zwei Wochen will „ecce“ einen RoundTable organisieren, an dem Vertreter aus Politik und Immobilienwirtschaft sowie die Kreativen selbst sitzen sollen, um über geeignete Leerstände zu sprechen. „Es hat sich gezeigt, dass ein neutraler Moderator wichtig ist“, sagt Bernd Fesel, stellvertretender Direktor von „ecce“. Das Zentrum soll zwischen den Zielen und Interessen der Parteien moderieren und eine Lösung finden, an deren Ende möglichst eine Raumnutzung für die Kreativen steht. „Dafür braucht es einen langen Atem“ erklärt Fesel, das „ecce“ sich auch längerfristig für die Verwirklichung einsetze.
Aktivisten sind gesprächsbereit
Die Aktivisten selbst zeigen sich gesprächsbereit: „Wenn ganz konkret und ergebnisbezogen gearbeitet wird, sind solche Gesprächsrunden ein gutes Instrument“, findet Svenja Noltemeyer (Grüne). Tino Buchholz ist zwar ebenso offen, aber skeptischer: „Wir probieren das jetzt. Aber die Erfahrungswerte sind, dass man es oft mit zu formalisierten Strukturen zu tun hat.“ Die Kreativen interessieren sich jenseits der Kronenbrauerei konkret für ein Gebäude in zweiter Reihe am Hafen.
Auch die CDU mischt sich mit einer Presseerklärung in die Diskussion ein: Im Kulturausschuss am 21. September wollen sie von der Stadtverwaltung wissen, ob es städtische Immobilien gibt, die sich für eine Zwischennutzung eignen. Das „Theater Lebendich“ könne zudem aus dem Topf der Jugend-Projektförderung unterstützt werden.
22:36
vielleicht gibt es auch Arbeit die nicht wirtschaftlich zu denken gilt, sondern Raum braucht! Das Theater Lebendich besteht aus Jugendlichen die kein Geld haben und trotzdem gerne ihre Ideen umsetzen möchten und sie haben gute Ideen und sie sind unsere Zukunft. Ich habe die letzten 3 Jahre aus meiner privaten Tasche dieses Projekt finanziert und das kanns ja nicht sein oder? Es geht nicht darum sich ohne Konzepte Geld in die Tasche zu schieben, Konzepte habe ich. Aber die Stadt und die Politik müssen diese Jugendlichen fördern, denn Jugendliche die kein Bock haben was zu machen gibt es ja nun auch genug oder?
seit nicht so schnell mit euren Urteilen, ohne zu wissen was dahinter steckt!
14:39
Ich habe den Eindruck, dass die beiden Hauptakteuere einfach nur Geld in die Hand bekommen wollen, ohne Nachweise/Konzepte vorzulegen.
Sie werden es dann kreativ ohne formalisierte Strukturen verwenden.
@1:
Die Infos hätte ich auch gerne. Dies gilt auch für so manche anderen Projekte/Firmen.
11:08
13 600 Menschen arbeiten im Kreativsektor in Dortmund und erzielen nach Angaben der Stadt 800 Millionen Euro Umsatz im Jahr
Mich würde mal interessieren, wie hoch der Anteil an Fördergeldern ist, dann könnte man ja sehr schnell erkennen, wie viel Geld wirklich erwirtschaftet wurde und wie viel Geld Subventionen von staatlicher Seite sind (Stadt/Land/Bund/EU).
Folgender Artikel ist ebenfalls interessant:
http://www.derwesten.de/nachrichten/im-westen/Gorny-haelt-an-teuerem-Ruhr-2010-Projekt-fest-id3610467.html