Riesig ist für die Jugend groß genug
07.07.2010 | 16:58 Uhr 2010-07-07T16:58:00+0200
Dortmund.Ein Musical, das geile Zeit heißt. Ein Fotoprojekt, das den PhoenixTraum sucht. Oder eine Schulwoche, die nur 30 Minuten dauert. All das bewegt Jugendliche in Dortmund - und soll auch das Festival „See You“ für Kinder- und Jugendkultur in Schwung bringen. 255 Projekte mit über 22 000 Jugendlichen sind vom 16. bis 19. September in Dortmund zu erleben.
„Größer geht’s nicht“, sagt denn auch Kurt Eichler, Vorsitzender der ausrichtenden Landesarbeitsgemeinschaft (LKD). See You baut auf dem Jugendkulturpreisfestival auf, das seit 1991 besteht - aber mit über 300 Bewerbungen aus 89 Städten hat die diesjährige Ausgabe alle bisherigen getoppt. Dass das kulturelle Engagement von Jugendlichen wächst sei ein „tolles Signal und ein Aufbruch in der kulturellen Bildungslandschaft“, erklärt Claudia Kokoschka, Leiterin des Kulturbüros.
Eine von den aktiven ist Lara Neumann, die das Festival in einem Jugendteam aus 30 Leuten aus dem ganzen Ruhrgebiet mit einem Altersschnitt von 21 Jahren vorbereitet hat - um sicherzugehen, das die Leitidee „von Jugendlichen für Jugendliche“ nicht reine Theorie bleibt. „Wir haben das Basiswissen: Was interessiert die wirklich?“, sagt Lara Neumann. Eine „Riesensache“ erwarte die Jugendlichen im Spiegelzelt am U mit eigener Kinderbühne, mit den beiden Hauptbühnen im FZW, Ausstellungsfläche im U und Workshops im Big Tipi.
Um insgesamt 20 000 Euro , verteilt auf drei Preise, bewerben sich die Jugendlichen: Die meisten Bewerbungen gibt es für den Jugendkulturpreis (circa 10 000 Euro), gefolgt vom Kinderkulturpreis (5000) und dem Young Europe Award der Ruhr.2010 (5000). Zudem wird ein Online Award ausgeschrieben.
Auf die Jury kommt vor Ort die Herausforderung zu, dass die Projekte aus verschiedensten Genres stammen: Bildende Kunst, Foto, Film, Neue Medien, Theater, Tanz, Literatur... Das zeigt sich schon bei den 34 Beiträgen aus Dortmund: Den Strukturwandel in Hörde haben Schüler des Phoenix-Gymnasiums mit dem Hartware MedienKunstVerein fotografiert, die Ricarda Huch Realschule hat ein eigenes Musical mit dem Titel „geile Zeit“ konzipiert - und die Bläserklasse des Max-Planck Gymnasiums hat sich auf das Experiment eingelassen, eine Schulwoche auf 30 Minuten zu komprimieren mit einem performativen Konzert.
www.seeyou-festival.net
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