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Dr. Feelgood

Rezept für gute Musiklaune

08.02.2010 | 18:45 Uhr
Rezept für gute Musiklaune

Dortmund. „Schwitzt ihr schon?”, will (Dr.) Feelgood-Frontmann Robert Kane nach zwei Songs vom Publikum wissen. „Ich verspreche euch, ihr werdet schwitzen, bevor die Lichter ausgehen”, garantiert der Sänger den 200 Besuchern im Musiktheater Piano - und zeigt, wie das geht.

Zum pumpenden Rhythmus von „Roxette” springt er wie ein Flummi über die gesamte Bühne.

Der Hit aus dem Jahr 1975, auch Namensgeber für ein schwedisches Popduo, aktiviert einige Ausdruckstänzer, die am Rand der Menge genug Platz finden. Der Rest der meist in Ehren ergrauten Fans schwelgt in Erinnerungen. Die 1971 gegründete „Power-Blues-Band” Dr. Feelgood hat während ihrer bewegten Karriere schon häufiger Station in Dortmund gemacht: „Die habe ich 79 in der Westfalenhalle gesehen, zusammen mit Police”, erzählt ein erklärter Fan am Rande der Tanzfläche und fügt hinzu: „Für mich die beste Mischung aus Punk und Blues, die es gibt”.

Und die sorgt für Ausgelassenheit: „Back in the Night” singt das Publikum und die erste Reihe haut den Takt auf die Bühnenbretter. Auf dem Papier sind Dr. Feelgood eine Band ohne Gründungsmitglieder, doch statt eines lauwarmen Abklatsches sehen die Besucher exzellente Musiker, die mit Spielfreude glänzen. Und noch etwas macht den Auftritt besonders: John „The Big Figure” Martin sitzt an diesem Abend hinter dem Schlagzeug - ausnahmsweise. Der Drummer der Ur-Besetzung schwingt nur noch sporadisch in der Band die Sticks. Verlernt hat er jedenfalls nichts, wie er mit einem ausgedehnten Solo unter Beweis stellt.

Gitarrist Steve Walwyn erntet für seine schmissigen Riffs und jaulenden Soli Anfeuerungsrufe. „Milk and Alcohol” singt die Menge und Sänger Robert absolviert seine Bühnenshow, die an Sport grenzt. Bassist Phil Mitchell steht auf seinem Verstärker und liefert dazu ein punktgenaues Tiefton-Fundament. Mit gelungenen Coverversionen entlassen Dr. Feelgood nach zweieinhalb Stunden eine – versprochen ist versprochen –jetzt verschwitzte Menge.

Fotos:Michael Printz

Jens Wege

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