Philharmoniker mit nach Hause nehmen
08.12.2010 | 18:47 Uhr 2010-12-08T18:47:00+0100
Dortmund.Generalmusikdirektor Jac van Steen hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Ruf der Dortmunder Philharmoniker in die Welt schallen zu lassen. Ein Schritt auf diesem Weg ist die neue CD mit Werken von Peter Iljitsch Tschaikowsky, die pünktlich zum Weihnachtsgeschäft herauskommt.
Eine muntere Runde, sechs Freunde aus Dortmund und Bier – mehr hat Walter Aden nicht gebraucht, um die Finanzlücke für die CD-Produktion der Philharmoniker zu schließen. „Wir hatten gerade Prost gesagt, da lagen die 6000 Euro auf dem Tisch,“ erzählt Aden schmunzelnd. Stolz aber ist er auf das bürgerschaftliche Engagement, durch das mehr als das letzte Drittel der gut 16 000 Euro teuren CD gestemmt werden konnte. „Die Philharmoniker sind ein Aushängeschild für Dortmund. Das muss noch besser angenommen werden.“
Das wünscht sich auch Jac van Steen, der nach der Dvorak-Aufnahme im letzten Jahr bereits die zweite CD präsentieren kann. Zu hören sind im Konzerthaus mitgeschnittene Live-Aufnahmen. „Die Atmosphäre ist spürbar“, sagt van Steen.
Tschaikowskys „Hamlet „ Ouvertüre-Fantasie op. 67 werde selten gespielt, sei aber seine Lieblingsouvertüre: „Das ist hoch romantische, emotionale Orchestermusik, frei nach dem Hamlet-Thema improvisiert.“ Nach der Symphonie Nr. 5 op. 64 hingegen „kann man sterben: das ist ein Höhepunkt hoch romantischer Orchesterliteratur“, sagt van Steen über das populäre Werk.
Sein Ziel ist es, in jedem Jahr eine neue CD herauszubringen. Der Theaterbestand der letzten sei nahezu ausverkauft, die Auflage der aktuellen liegt bei 1000 Exemplaren.
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