Per Seilbahn zur Lach-Expedition
30.07.2009 | 18:14 Uhr 2009-07-30T18:14:00+0200
„Dann fordern wir halt eine Seilbahn an, wenn die uns komplett umzingelt haben“, sagt Fred Ape schmunzelnd mit Blick auf die riesige Baustelle, die sich einmal in den Phönix-See verwandeln soll und die bedrohlich nah an das Cabaret Queue herangerückt ist.
Damit die Besucher auch in der zweiten Jahreshälfte den Weg finden, haben seine Macher wieder ein abwechslungsreiches Programm geschnürt. Der Kabarett-Fan hat also auch von August bis Dezember was zu Lachen, sollte aber eine gewisse Unempfindlichkeit gegenüber Baustellen-Schildern mitbringen.
Betti und Rowitta, alias Lioba Albus und Andrea Badey machen den Anfang und der Sommerpause ein Ende. Gleich achtmal im Monat August kann man den Pottsäuen bei ihrer schweißtreibenden Arbeit in ihrem Grillstudio beiwohnen, haarsträubende Ansichten inklusive. Die, laut Programm, „Pommesschlampen mit dem Herz am rechten Fettfleck“ wissen: „Manche mögen Eis“.
Kulinarisch und kabarettistisch hochwertig ist auch die Dinner Attacke, die ab dem 19. August jeden Mittwoch serviert wird. Die Besucher wissen, dass ein Buffet auf sie wartet, jedoch nicht, wer sie bei beim Speisen bespaßen wird. „Ein Sommerloch-Stopfen“, weiß Inhaber Georg Delfmann und fügt hinzu: „Das läuft wie Bolle“.
Besonders stolz ist Urgestein Fred Ape, auf seine Dortmunder Kollegen, die sich auch Dank des Queues etabliert haben, wie Robert Griess, der am 25. September fragt: „Geht´s noch?“ Sein schwarz-humoriges Programm kommt mit einer „Geld – zurück – Lachgarantie“ daher.
Auch Thomas Philipzen (2.10.), Ludger K. (3.10.) und Heinrich Pachl gehören zu den Kabarettisten, denen laut Fred Ape „die Zukunft gehört“. Einen lautstarken Freund aus Kindertagen hat Ape ebenfalls in Bälde zu Gast: „Reden ist luschig, brüllen ist Gold“, jedenfalls am 6. November, wenn Ausbilder Schmidt die Besucher seiner, dann sicherlich Ausverkauften, Veranstaltung auf Vordermann bringt. „Rechtzeitig Karten sichern“, rät Fred Ape allen potentiellen Rekruten.
Ein wenig feinsinniger im Wortsinn geht es beim „Blind Date“ zu. Der Dortmunder Blinden- und Sehbehindertenverein feiert den zweihundertsten Geburtstag Louis Brailles, dem Erfinder der gleichnamigen Punktschrift. Franziska Mense-Moritz wird am 17. Oktober dabei sein, wenn die Mischung aus Information, Kabarett und sensitiver Erfahrung über die Bühne geht. Unter anderem wird an diesem Abend das Queue zeitweise komplett verdunkelt.
Neben den festen Veranstaltungen, wie der beliebten Ü-30-Party „Thirty Wonderland“, die an jedem Donnerstag zum Tanzen einlädt, gibt es auch Sonderveranstaltungen, wie den WDR 5 Kabarett-Slam. Altmeister Erwin Grosche trifft auf junge Talente am 15. September.
2010 ist nicht nur Kulturhauptstadtjahr sonder bedeutet auch 25-jähriges Bestehen des Kabarett Queue. „Da planen wir auch was besonderes, wenn uns bis dahin kein Tsunami weggefegt hat, verweist Fred Ape nicht ganz ernst auf den zukünftigen See.
Infos zu Karten und mehr gibt es hier.
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