Musikalische Leckerbissen
26.11.2009 | 11:56 Uhr 2009-11-26T11:56:00+0100
Dortmund. Die Katze jault, jammert, brüllt und strahlt derzeit von fast allen Plakatwänden Dortmunds - und lockt mit ihrem eigentümlichen Gesang zu den Jazztagen Dortmund, die vom 26. bis 29. November das domicil und den Signal Iduna Park vereinen.
Zwei besondere Leckerbissen für die Katzenohren: Der Auftritt des legendären Mojo Clubs am 27. und der des Saxophonisten David Sanchez am 28. November.
1989 ging es in Hamburg los: Der Mojo Club öffnete an der Reeperbahn eine Pforten - und brachte die Massen mit Acid- und Dancefloor Jazz zum Tanzen. „Es gab eine sehr aktive Szene in London”, erinnert sich Waldo Riedl, Geschäftsführer domicil, „und das waren die ersten, die das konsequent in Deutschland gemacht haben.” Der Club ist seit 2003 dicht, aber die Legende lebt auf CDs und bei Auftritten des DJ-Teams weiter - wie bei der Clubnacht am Freitag, 27. November, ab 22 Uhr im Stadion an der Strobelallee, wo auch Brixtonboogie live von „Urban Blues” zu hören ist. Dizzy Gillespie, Wegbereiter des Bebop, hat ihn entdeckt und in sein United Nations Orchestra geholt - seitdem macht Saxophonist David Sanchez Karriere: Er spielte mit Cassandra Wilson und Kenny Garrett, ging mit Dee Dee Bridgewater auf Welttournee und gewann 2004 den Latin Grammy.
Moderner, grooviger Latin-Jazz ist die Spezialität des „Power-Saxophonisten”, der am 28. November, im domicil als Gast im Quartett von Schlagzeuger Ignacio Berroa auftritt. Zuvor, um 20 Uhr, ist das Trio des Dortmunders Hans Wanning zu hören, der vielen vom Geierabend bekannt ist.
Karten für das Festival gibt es im WR/WAZ-Leserladen am Ostenhellweg oder hier.
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