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Luxuslärm Konzert in der...

Mehr Luxus als Lärm

26.09.2010 | 18:09 Uhr
Mehr Luxus als Lärm
Die Gruppe Luxuslärm mit Sängerin Jini bei der Museumsnacht in der DASA. Bild: Ralf Rottmann

Dortmund.Passend zum Titel ihres Albums „So laut ich kann“ warnten die Verantwortlichen in der DASA, dass das Konzert von Luxuslärm zu Hörschäden führen könnte. Hat es zwar nicht. Aber viele werden sich in der Museumsnacht in der Stahlhalle mit dem Virus Luxuslärm angesteckt haben.

Die Band aus Letmathe schwimmt derzeit auf einer Erfolgswelle. Bundesweit spielen die Radios ihre Songs rauf und runter. Das aktuelle Album enterte mit großem Erfolg die Charts. Und so hatte das Konzert in der Heimat eher Seltenheitscharakter. Umso mehr freuten sich die Fans und gingen frenetisch mit beim Konzert in der rappelvollen Stahlhalle der DASA.

Zu Beginn jagt Sängerin Jini Meyer mit „Solang es geht“ über die Bühne. Es ist, als wolle sie jeden Fan einzeln begrüßen. Stimmgewaltig, mit gehörigem Drive durch ihre Musiker, hat die Sängerin die Fans auch in der hintersten Ecke der Stahlhalle schnell im Griff. Ein Song jagt den anderen, bis die Band überraschenderweise selbst das Tempo herausnimmt. Sie wollten mal, so Jini Meyer, was anderes bringen als auf Teil 1 der „So laut ich kann“-Tour.

Und das ist ein einfühlsames Unplugged-Set. Da wird das Schlagzeug gegen eine Cajón getauscht, die Keyboards gegen ein Schifferklavier. „Von jetzt an“ oder auch „Vergessen zu Vergessen“ erklingen mit einem vielstimmen Fan-Chor. Hier zeigt die Band, wie musikalisch sie ist, wie kraftvoll und stimmlich perfekt Jini Meyer. Zwei Stunden rockt die Band die Stahlhalle und macht ihrem Namen alle Ehre. Obwohl es weitaus mehr Luxus als Lärm war.

Und auch danach pilgern immer noch Besucher durch die DASA. So stehen sie geduldig an (teilweise über eine Stunde), um Wachsabdrücke von ihren Händen zu bekommen. Ob die genialen a capella-Musiker von „Waschkraft“ oder auch die Physiker – die Stahlhalle war den ganzen Tag über gut besucht.

Andreas Winkelsträter

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