Leicht und endlich: Das Leben
12.02.2010 | 17:05 Uhr 2010-02-12T17:05:00+0100Wildschwein (flüstert): „Sie ist ja so süß”. Fuchs (flüstert): „Wie viereckiger Zucker”. Fliege: „Was sagt ihr?” Fuchs: „Oh, nichts, wir rekurrierten über die Süße des Lebens. Es ist oft kurz, kann aber sehr sweet sein”. Fliege: „Sweet?” Fuchs: „Ja, das ist englisch und heißt besser als Honig”
Da steckt sie drin, die Geschichte – nicht in all ihren wunderbaren Facetten, aber doch im Kern. „Nur ein Tag”, ein Stück von Martin Baltscheit, auf die Bühne gebracht von Peter Kirschke, Premiere 19. Februar im Sckelly (ausverkauft), ist eine Geschichte über die Leichtigkeit des Seins – und der Endlichkeit. Da ist die bezaubernde Eintagsfliege voller – tagübergreifender – Pläne. Dass daraus nichts wird, wissen Fuchs und Wildschwein. Lohnt es sich also, persönlich zu werden? Gefühle zu investieren? „Das passt in unsere Welt der Emotions-Ökonomie”, sagt Peter Kirschke. Und lässt natürlich nicht zu, dass sich die Jungs aus dem Staub machen... Im Gegenteil. Die drei, am Ende dieses einen honigsüßen Tages schon mehr als Freunde, erleben unvergessliche Stunden miteinander. Lebensbejahend, voller Komik und Lebendigkeit.
„Ein schlechter Abgang kann das ganze Leben kaputt machen”, witzelt Peter Kirschke. Und zeigt's am Beispiel von Eintagsfliege No. 2, die sich nicht vom Anfang inspirieren lässt, nur rückwärts zählt aufs Ende zu... Es gibt viele kleine und große Überraschungen für Kinder ab 6 zwischen Seerosenblatt und Hühnerstall. Eine Grille, die Geige spielt, ein Bühnenbild aus Verpackungsmaterial. Schließlich, packt er zumindest ein bisschen aus, „geht es hier ja ums Innere”.
Musik: Peter Kirschke; Ausstattung: Thurid Goertz; Puppenbau: Christine Köck. Offene Probe: 17. Februar, 17.30 Uhr, KJT-Cafe´, Anmeldung: ckoeck@theaterdo.de
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