Kulturhauptstadt zum Austesten
11.08.2009 | 21:30 Uhr 2009-08-11T21:30:00+0200Sie ist einer der Anzeihungspunkte für Kulturflaneure und Bühnenfreunde - die Theaternacht. Die Vorbereitungen für die achte Ausgabe am 29. August laufen auf Hochtouren.
„Ich habe das Gefühl, das in diesem Jahr alles irre Hand in Hand läuft”, sagt Organisator Horst Hanke-Lindemann. Feuer und Flamme ist er insbesondere für den Ort, an dem nach den Aufführungen der 16 beteiligten Häuser und Gruppen spätestens ab 22 Uhr alle zusammenkommen: Auf dem Gelände Phoenix West, im einstigen Schalthaus.
»Das ist ein unglaublicher Apparat, der im Vorfeld anläuft«
„Wir sind die ersten, die etwas in dem Gebäude machen”, sagt Hanke-Lindemann. „Die Baugenehmigung ist jetzt durch.” Sowohl die Feuerwehr als auch das Bauordnungs- sowie das Umweltamt mussten grünes Licht geben. „Das ist ein unglaublicher Apparat, der da im Vorfeld anläuft”, erklärt der Initiator - zumal das Theaterfest größer als in den letzten Jahre werde.
Das hat offenbar einige der beteiligten Künstler inspiriert: Rolf Dennemann und die Gruppe artscenico wollen bei der Performance „Gallery of broken dreams and new hope” einen Balkon in der Schalthalle tänzerisch erkunden. Neu ist auch, dass die Dortmunder Spezialisten für Feuerkunst von „Evil Flames” die große Inszenierung „Das Feuerherz erwacht” nach Mitternacht auf dem Platz aufführen wollen. Eigens für den Ort haben sie neue Choreographien ersonnen, wollen Flammenmeere und Experimente zeigen, um das Herz von Phoenix wieder pulsieren zu lassen.
Zwei Abschlussinzenierungen
„Damit haben wir zwei große Abschlussinszenierungen”, freut sich Hanke-Lindemann: Schließlich tritt ab 24 Uhr auch das Hamburger „Bängditos theater” mit einem Spektakel aus Licht, Wasser und Feuer auf. Verbunden mit Dortmund ist diese Combo übrigens durch den hier geborenen und aufgewachsenen Theatermacher Tom Lanzki.
- Die Theaternacht am Samstag, 29. August, beginnt schon nachmittags mit einem Programm.
- Die Karten zum Einheitspreis von 15 Euro werden für eine Abendveranstaltung ausgestellt, für die die Käufer sich entscheiden müssen. Die Tickets gibt es im KulturInfoShop, 0231-50 277 10.
- Im Theater Dortmund gibt es zahlreiche Proben von Stücken der neuen Spielzeit, die Oper verlegt ihre Spielzeiteröffnung gar in die Nacht. So unterschiedliche Erlebnisse wie die Publikumsbeschimpfung im Wichern oder „Wenn Männer zu sehr 40 werden” im Cabaret Queue sind im Angebot. Mehr zum Programm hier.
Jenseits des Abschlussfests könnten zwei neue Spielstätten der Nacht die treuen Besucher ein wenig stutzig machen - hatte Horst Hanke-Lindemann doch stets erklärt, anders als die Museumsnacht den Theatern treu zu bleiben. Diesmal aber wirken die Galerie „Farbraum” im Penningskamp und das Modern Dance Center in der Innenstadt erstmals mit. Berry Doddema bilde im Bereich Theater und Tanz aus und richte extra für die Nacht einen Theaterraum ein, sagt Hanke-Lindemann. Öffentliche Proben und ein „Tanz zwischen Schiebetüren” stehen auf dem Programm.
Auch „Farbraum” passe als „Grenzgänger zwischen Performance, Tanz, Bewegung und szenische Lesung” zu der Theaternacht: Bei „Springs Garden of Imagination” soll zu Live-Musik und Schauspiel ein Gemälde entstehen.
„In dieser Nacht kann man all das erleben, was die Kulturhauptstadt ausmachen wird”, fasst Hanke-Lindemann zusammen.
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