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Kein schlechter Scherz: Gig mit den Scorpions

04.08.2009 | 20:29 Uhr
Kein schlechter Scherz: Gig mit den Scorpions

„Ihr müsst unbedingt mit den Scorpions spielen”, eine Idee, mit der Produzent Uwe Sabrowsky „Orange But Green” im letzten Jahr immer wieder zum Lachen brachte. Besonders laut lachte die Rockband, als sie in diesem Jahr eine entsprechende Anfrage in ihrer Mailbox fanden.

"Wir hielten das für einen schlechten Scherz”, erzählt Oli, Sänger und Gitarrist des Trios. Zurückgeschrieben haben sie trotzdem. Und jetzt eröffnen die Dortmunder am 2. Oktober das einzige NRW-Konzert von Deutschlands erfolgreichster Rockband in der Grugahalle, Essen!

Ein Gig mit den Scorpions zum 10-jährigen Bühnen-Jubiläum von Orange But Green, doch die Band gibt es schon viel länger. „Wir machen jetzt schon mehr als unser halbes Leben zusammen Musik.” Mit 14 Jahren gründete Oli mit seinem Freund Kai (Drums) die Band als Quartett. Schon mit 16 lieferten sie einen Song zu dem Kurzfilm, mit dem sich Peter Thorwarth an der Filmhochschule bewarb. Seither war die Band bei jedem Film des Erfolgs-Regisseurs mit einem Stück vertreten. Aber schon mit 17 stiegen Bassist und Gitarrist aus.

Vom Kanuverein zur Band

Ein Jahr später übernahm Gudze von den „H-Blockx” den Bass für den Orange But Green Song in Thorwarths „Bang Boom Bang”, bis endlich Jörn aus Olis und Kais Kanuverein zur Band stieß. Jede andere Band hätte spätestens jetzt die Arbeit an einer Platte aufgenommen: „Quatsch, Platte - ein Auftritt war das Ziel.”

Zum ersten Mal standen Orange But Green 1999 im Unnaer „Beo” live auf der Bühne: „Der Laden platzte aus allen Nähten. Wir hatten alles selbst organisiert, und der Besitzer hat uns richtig über den Tisch gezogen.” Trotzdem verließ die Rockband sich weiterhin auf sich selbst. „Das erste Album ,Airplay' erschien in stundenlanger Heimarbeit von Wuppertal bis Münster”, erinnert sich Oli. Durch ihre Auftritte bei Filmpremieren und auf Sportveranstaltungen hatte sich die Band ein Kreativnetzwerk aufgebaut. Zur Release-Party des zweiten Albums mit den „Roughtones” kamen schon 500 Zuschauer. Trotzdem: „Für die Plattenfirmen waren wir immer ein Risikoprojekt - nicht hart genug, nicht tätowiert genug.”

Und bei aller Sportlichkeit ging dem zeitweilig dazugehörenden Keyboarder die Puste aus. Vor etwa drei Jahren nahm Michael Grimm (Ex-Extrabreit) das Rock-Trio unter seine Fittiche und ließ Uwe Sabirowsky (u.a. Beatsteaks) das neue Album produzieren, das in Ferryhouse ein Plattenlabel fand. „BobFoc” (2008) ist eine Rock' n Roll-Platte, die vor Lebenslust und Spiellaune ebenso sprüht wie die Live-Auftritte von „Orange But Green”. Was braucht eine Band, um heute im Business zu bestehen? „Glück und ein gutes Konzert mit einer guten Band!”

Silke Rathert

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