Kämmerer Stüdemann gerät ins Visier der Prüfer
19.02.2010 | 10:12 Uhr 2010-02-19T10:12:00+0100
Dortmund. Kaum als Dortmunds neuer Kämmerer bestätigt, gerät Jörg Stüdemann schon in die Diskussion: Er könnte mitverantwortlich gemacht werden für unzulässige Zahlungsanweisungen im Theater Dortmund.
Fingierte Rechnungen, zweckentfremdete Bargeld-Auszahlungen, Unregelmäßigkeiten bei der Nutzung von Dienstwagen, bei der Vergütung von Überstunden und nicht genommenem Urlaub: Die vom Rechnungsprüfungsamt (RPA) Ende 2009 vorgelegte Liste der Vergehen, mit denen sich der ehemalige Technische Direktor Detlef Plümecke auf Kosten des Theaters bereichert hat, ist lang (WAZ /WR berichteten).
Wie „Welt online” erfahren haben will, gehe aus dem Gesamtbericht, der gestern erstmals dem Rat vorgelegt wurde hervor, dass leitende Personen durch fehlerhaftes oder nachlässiges Verhalten die kriminellen Machenschaften erleichtert haben sollen. So wurden Plümecke 45 000 Euro an Urlaubsansprüchen erstattet, obwohl nicht tarifvertraglich vorgesehen.
In der Verantwortung von Stüdemann
Laut Medienberichten lägen zwei der insgesamt vier Zahlungsanweisungen in der Verantwortung von Jörg Stüdemann, der von Februar bis Juni 2006 die Geschäfte des Theaters übergangsweise führte. Obwohl Stüdemann per Mail von der Personalabteilung über den Widerspruch zu den tarifvertraglichen Regelungen informiert worden sein soll, habe es eine weitere Überweisung in Höhe von circa 7500 Euro an Plümecke gegeben. Es sei unklar, wer diese initiiert habe.
Schon 2009 hatte das RPA den Schluss gezogen, dass „das Rechnungswesen des Theaters nicht den geltenden Vorschriften entspricht”.
20:55
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17:20
Es ist ja nicht nur dieser ehemalige Direktor, man bekommt immer mehr den Eindruck die Verwaltung ähnelt einem Selbstbedienungsladen den schamlose und skrupellose Mitarbeiter, ohne Folgen befürchten zu müssen, ausnutzen. Spitzen dieser Verwaltung scheinen zuzusehen, denn das Wohlergehen ihrer Mitarbeiter ist oberstes Gebot. Es sind ja gut und gerne ca.15000 Wählerstimmen (incl. Angehöriger) und da drückt man schonmal ein Auge zu. Die Arbeit für den Bürger indes ist nicht so wichtig, z.B. wenn man strittige Probleme mit dieser Verwaltung versucht zu klären.
14:34
Ich bin sehr Dankbar in dieser Stadt geboren zu sein. Hier wird es wenigstens nie langweilig.
13:46
# 4 ...und in anderen Parteien ist das anders?!?
11:26
Wie kann man glauben, dass Stüdemann sauber ist, er ist doch auch in der spd. Und dort ist Tarnen und Täuschen Standard...
10:52
Ist Standard, ist Dortmundistan!
07:59
.......und es geht schon wieder los
01:38
Liebe Frau Albach,
aus der Welt abschreiben gilt nicht. Ist ungefähr so offiziell wie aus der BLÖD abzuschreiben.
Wir haben nun mal eine Verwaltung, bei der die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut. Dieses Erbe Langemeyerscher Verwaltungs-Unfähigkeit als ehemaliger Möchtegern-Kulturfuzzi ist eine Riesen-Baustelle und ein gefundenes Fressen für *jede* Kommunalaufsicht, egal aus welchem Lager der jeweilige RP nun stammt.
Stüdemann wird dieses Skandälchen aufgrund der Jungfern-Schonfrist im Amt überleben, aber der eigentlich schädliche Virus des völlig verantwortungslosen Umgangs mit Steuern und Abgaben ist leider nur durch komplettes Augias-Entmisten zu erreichen.