Jochen Gerz hat seine Straßen
27.10.2009 | 00:10 Uhr 2009-10-27T00:10:00+0100
Dortmund. Der Konzeptkünstler Jochen Gerz hat eine Entscheidung über den Ort für die Realisierung seines Ruhr.2010-Projekts „2-3 Straßen” getroffen.
Der Konzeptkünstler Jochen Gerz hat eine Entscheidung über den Ort für die Realisierung seines Ruhr.2010-Projekts „2-3 Straßen” getroffen. Wie Gerz gestern der Stadt mitteilte, soll das Kulturhauptstadt-Vorhaben auf dem Areal Borsigplatz, Schlosserstraße, Dürener Straße und Oesterholzstraße stattfinden.
Ein gewagtes Experiment
Das bestätigte Projektmanager Rainer Krause. Es handele sich um „Wohnungen, die sich über dieses Areal strecken” und von der Wohnungsbaugesellschaft Evonik zur Verfügung gestellt werden. Wahrscheinlich käme noch die von der Schlosserstraße abgehende Dreherstraße hinzu, sodass 24 Wohnungen zur Verfügung stünden. Sie sollen ab dem 1. Januar bezogen werden. Die Projektteilnehmer werden in Kürze informiert.
Als „gewagtes Experiment” bezeichnet Krause die Realisierung von 2 - 3 Straßen: Gerz lädt Freiwillige ein, für ein Jahr lang Straßen in Dortmund, Duisburg und Mülheim an der Ruhr zu bewohnen. Sie produzieren einen Text, an dem auch die Besucher der Straßen mitschreiben können. Die Idee: dass so ein riesiges Gesamtkunstwerk entsteht, mit dem Gerz die Menschen ermutigen will, aktiv an der Verbesserung ihres Umfeldes mitzuwirken. Seit Jahren verfolgt er das Konzept, Menschen aus der Passivität des Betrachtens zu holen und zu Autoren zu machen.
Foto: Franz Luthe
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