Hickhack um den Leuchtturm U
01.01.2010 | 10:00 Uhr 2010-01-01T10:00:00+0100
Das „U” soll als Zentrum für Kunst und Kreativwirtschaft der Leuchtturm Dortmunds in der Kulturhauptstadt werden - doch 2009 gab es reichlich Hickhack rund um das Vorzeigeprojekt.
Lange behaupten alle Beteiligten, dass das „U” wie geplant Anfang Mai eröffnet - bis im Dezember die Blase zerplatzt: Kulturdezernent Jörg Stüdemann erklärt, dass die Bauarbeiten zwei Monate hinter dem Ziel herhinken und drei Mio. Euro teurer werden. Die Decke der Kathedrale im Obergeschoss sei nicht tragfähig, die Betonsanierungen gingen über das Erwartete hinaus. Die 4., 5. und 6. Etage könnten wegen Feuchtigkeit keinesfalls im Mai bezogen werden - das Ostwallmuseum kann erst im Spätsommer einziehen. So werden der Höhepunkt beim Auftakt voraussichtlich am 28. Mai die Licht-Animationen von Adolf Winkelmann.
Die Bausituation rund um den Turm wird von Eventualitäten bestimmt: Die Stadt will das Robert-Bosch-Berufskolleg auf dem Gelände neu bauen und das Schuman-Kolleg möglichst von privaten Investoren gestemmt wissen. Die Ausschreibungen laufen noch, frühestens ab 2011 könnte gebaut werden. Ein endgültiges Aus gibt es zum Ende des Jahres für die Info-Zentrale für Touristen - und die Gastronomie in Auerbachs Keller kann auch nicht wie erhofft im Mai 2010 eröffnen. Nur VIVA-Gründer Dieter Gorny und sein Europäisches Zentrum für Kreativwirtschaft (ECCE) kuscheln ab März 2010 mit dem „U”.
Auch personell gilt lange Fischen im Trüben - bis Medienkunst-Experte Dr. Andreas Broeckmann als Gründungsdirektor feststeht. Der künstlerische Leiter des ebenso im „U” stattfindenden Festivals ISEA 2010 machte sich mit der „transmediale” in Berlin, einen Namen.
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