Green Day - die neue Definition von Rock'n'Roll
15.10.2009 | 11:58 Uhr 2009-10-15T11:58:00+0200
Dortmund. Die völlig entfesselte Punkrock-Band Green Day hat am Mittwochabend in der Dortmunder Westfalenhalle ein schier unglaubliches Konzert gespielt und dabei den Rock'n'Roll für das dritte Jahrtausend neu definiert: Punk 2.0 - ein Hörereignis!
Gerade sind die Nobelpreisträger 2009 benannt, da drängt sich schon ein Anwärter für 2010 auf – Sparte „Physik“. Den müsste nach menschlichem Ermessen die US-amerikanische Punkrock-Band Green Day erhalten. Das Trio, das live zum Sextett wächst, trat am Mittwochabend in Dortmund den Beweis an, dass Energie beliebig übertragbar ist. Von der Bühne aufs Publikum, zurück auf die Bühne, wieder aufs Publikum und so weiter. Dass die Energie dabei immer größer und größer wird, obwohl sie sich 130 Minuten lang permanent entlädt, gehört zu jenen Geheimnissen den Physik, die der normale Musikfreund nicht verstehen, wohl aber genießen kann. Prognose: Wer dabei war kommt mühelos über den Winter – ohne zu heizen.
Hyperaktiver Flummi
Green Day in Dortmund. Wenn das leuchtende „U“ auf der Westfalenhalle am Mittwoch gewackelt hat: kein Wunder. Ein Wunder ist, dass es überhaupt noch auf dem Dach steht nach diesem Konzertabend wie es viele Jahre keinen gab im altehrwürdigen Kuppelbau. Der Moment, in dem Sänger und Gitarrist Billie Joe Armstrong die Bühne betrat, war der Moment, in dem ihm die Halle gehörte. Fortan hingen die Fans an seinen Lippen, vollzogen jede Geste nach. Und einige durften ihm sogar assistieren.
Billie Joe Armstrong, obschon privat längst braver Familienvater, ist live on stage der ewige Rebell, der aufmüpfige Teenager. Die Haare blondiert, die Jeans als Röhre, zeigt er eindrucksvoll, dass man auch als Punk in Würde altern kann. Obwohl: Was heißt schon „altern“ für einen, der mehr als 20 Jahre im Geschäft und trotzdem noch keine 40 ist?! Armstrongs Bühnenshow gleicht einem Flummi. Hyperaktiv wirkt er; eine echte Rampensau. Vom ersten bis zum letzten Akkord nimmt er das Publikum mit. Dabei verbrennt er vermutlich mehr Kalorien als sein Landsmann und Namensvetter Lance Armstrong bei der Tour de France auf dem Anstieg nach Alpe d’Huez – Unterschied: Der Green-Day-Frontmann steht nicht unter Dopingverdacht.
Abgesang auf die Welt des 21. Jahrhunderts
In der Westfalenhalle gibt die Band, deren exzellente Rhythmusfraktion mit Bassist Mike Dirnt und Schlagzeuger Tré Cool nicht minder charismatisch und dominant ist, einen Überblick über zwei Jahrzehnte musikalischen Wirkens. In dieser Zeit hat das Trio schon zweimal historische Verdienste erworben. Anfang der 90er Jahre und spätestens mit dem 1994er Album „Dookie“, daraus Hits wie „Basket Case“ und „When I Come Around“, haben die Kalifornier den seinerzeit mausetoten Punkrock wiederbelebt.
Einige Alben und auch eine Dürreperiode später haben sie ihn 2004 mit „American Idiot“ komplett neu erfunden. Punk 2.0 – ein Konzeptalbum, eine Rockoper, darauf hochkomplexe, verschwurbelte, bisweilen progressive Songstrukturen und: Ein klares Bekenntnis gegen die Politik des damaligen US-Präsidenten George W. Bush. Green Day (bis heute: 65 Millionen verkaufte Tonträger) räumten Preise ab ohne Ende: Grammys, MTV-Awards; die Geschichte von American Idiot wurde vor wenigen Monaten als Musical uraufgeführt. Just zu der Zeit, da das Nachfolgealbum erschien: „21st Century Breakdown“ – der Abgesang auf die Welt des 21. Jahrhunderts.
Kein Abgesang auf Green Day. Die Band ist und bleibt live eine der besten ihrer Zeit. Sie hat Qualitätsstandards in der Rock-Musik neu definiert. Der Westfalenhalle hat sie am Mittwoch eine Sternstunde beschert. Ein Wunder, dass das „U“ auf dem Dach noch steht.
13:28
Auch wenn es jetzt schon etwas zurück liegt, der Abend war einfach nur geil! Ich werde auf jeden Fall wieder auf ein Konzert von den Jungs gehen XD.
11:38
Ich habe Green Day nach ihrem Albun Dookie ein wenig aus den Augen verloren und mit American Idiot wiederentdeckt, und es nun endlich auf ein Liver Konzert geschafft. Ich muss sagen ich habe schon eine Menge Bands dieses Genres gesehen aber das was Billie Joe auf der Bühne mit seinen Jungs abgezogen hat, war der Mega-Burner.
Hoffentlich lassen sie sich bis zur nächsten Tour nicht wieder so lange Zeit, die Energie die aus zu einem Konzert zu ziehen ist sucht ihresgleichen.
Von Green Day werden wir noch hoffentlich lange etwas haben, den 2 1/2 Stunden Power und Hits können nicht viele Bands bieten.
AC/DC, ZZ Top und Co. können getrost in Rente gehen. Lang lebe der wahre Rockn Roll. Punk ole.
10:37
Kaum auf der Bühne schon tobte die Halle. Billie war als rosa Hase schon total geil und hatte die Lacher auf seine Seite. Die Band hat sich hervorragend weiter entwickelt, das Konzert war absolute spitze. Das Beste was ich je gesehen habe. Schaut mal auf meiner Homepage, da habe ich auch noch was zu geschrieben. Die unterschiedlichen Altersklassen haben mich gewundert, ich wusste nicht dass Green Day so viele verschiedene Zuhörer haben. Dies wird nicht mein letztes Konzert bleiben. Und Billie hat einen hamma Job gemacht. Hamma KOnzert, hamma Band, hamma songs, hamma Stimme .......
07:41
Nachdem es die Helden aus meiner Jugend nicht mehr gibt oder wenn doch nur als schlapper Aufguss alter Tage auftreten, war ich als End-Vierziger mit meinem Sohn in Dortmund bei GreenDay. Ich habe schon so manches Rockkonzert mitgemacht, aber das war das Beste, was ich seit langem gesehen und gehört habe, trotz Sitzplatz auf dem Oberrang (hier hat eh keiner gesessen). Hut ab !!! Mehr davon! Fazit: Die Eltern sollten sich auch für die Musik ihrer Kinder interessieren, dann kommt man auch mal wieder in den Genuss eines supergeilen Konzerts.
23:12
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23:11
ob punk oder nicht punk - dieses konzert war einfach absolut großartig. habe green day nach ihrer american idiot tour nun zum 2. mal live gesehen, und hätte vorher nicht gedacht, dass noch eine derartige Steigerung möglich wäre. klar: perfektes zusammenspiel habe ich erwartet (es handelt sich hier um eine der besten live-bands die ich kenne), professionelles auftreten sowieso. aber hier ist eine punkband (?!?) nicht nur musikalisch zu einer professionalität gereift, die eben auch ein publikum, das zu einem erheblichen teil auch aus kindern oder jungen jugendlichen (und ihren eltern!) bestand in den bann ziehen und begeistern kann.
17:54
ich war auch dort und es war der wahnsinn, ich hab noch nie etwas vergleichbares erlebt.
die stimmung war super, keiner saß mehr auf den plätzen.
der sound war auch spitze.
und es ist definitiv punk, denn der punk hat sich weiterentwickelt, einige fans anscheinend nicht.
15:19
Selten sind Konzertkritiken so euphorisch und Frank Fliege hat recht. Als Augen- und Ohrenzeuge kann ich bestätigen, das Konzert war sensationell.
14:02
Ich kann mich dem nur anschließen, es war jeden Cent wert! Bin immernoch heiser ;)
12:47
Ich fand das Konzert auch einzigartig! Lange nicht mehr (Bzw. eigentlich noch nie) auf so einem guten Konzert gewesen!!!