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Giftige Freundlichkeit trägt Spitze

21.12.2012 | 18:07 Uhr
Giftige Freundlichkeit trägt Spitze
Schauspieler Christoph JödeFoto: Birgit Hupfeld

Im Jahre 1941 gab’s den Film. Jetzt im Schauspiel Dortmund ein klassisches Theaterstück für die ganze Familie. Die Komödie „Arsen und Spitzenhäubchen“ von Joseph Kesselring feiert Premiere.

Ein Welterfolg. Zwei alte Damen mit Spitzenhäubchen und einem kuriosen Weltbild. Außerdem: Mord und Totschlag mit Leichen, die einander in die Quere kommen.

Im Jahre 1941 gab’s den Film. Jetzt im Schauspiel Dortmund ein klassisches Theaterstück für die ganze Familie. Die Komödie „Arsen und Spitzenhäubchen“ von Joseph Kesselring feiert Premiere. Unter der Regie von Peter Jordan und Leonhard Koppelmann entstand ein Stück, für welches die Schauspieler einiges an „Rhythmus, Timing und Weltbewusstsein“ brauchten, weiß Jordan.

Ort: New York City. Hier steht eine Villa, die ihre Türen jederzeit für viele Besucher geöffnet hat. Egal ob Pfarrer oder Polizei, alle Gäste lassen sich hier gerne von den beiden gastfreundlichen Schwestern Abby und Martha Brewster bewirten. Mit dabei sind auch zwei Neffen, ein Theaterkritiker, welcher nie in einem anzutreffen ist und einer, der sich für den amerikanischen Präsidenten hält. Das Mysterium: Einer der Neffen findet plötzlich eine Leiche in der Villa, untergebracht in einer Truhe. Dass es bei dieser Leiche jedoch nicht bleiben soll, wird schnell klar. So möchten die beiden nach außen liebenswerten alten Damen die Herrenwelt auf ihre ganz eigene Art und Weise „näher an Gott“ heranbringen...

Die beiden Regisseure Peter Jordan und Leonhard Koppelmann bereuen ihre Zusammenarbeit keinesfalls, denn einmal zusammen zu arbeiten, war schon an der Uni ihr Ziel. Die beiden lernten sich zu Studienjahren in Hamburg kennen. „Die Schauspieler sind großartig“, schwärmen die beiden. Es mache viel Spaß, mit ihnen zu proben. Und zum Stück? „Die Witze sind geschrieben, eigentlich weiß man, dass es funktionieren muss. Jedoch darf man nichts machen, was den fahrenden Zug aufhält und das tat manchmal weh“, erklärt Jordan. So hätte es auch seitens der Schauspieler immer wieder Anregungen und Ideen gegeben, die leider nicht umgesetzt werden konnten. Auch wenn sie auf große Begeisterung stießen. Insgesamt ergänzen sich die beiden Regisseure, auch wenn es kein Spaß sei, eine Komödie zu erarbeiten. „Es gibt strikte Proben, vieles muss häufig wiederholt werden“, erklärt Koppelmann. Jordan berichtet, was er sich wünscht: „Das Optimum einer Produktion ist erreicht, wenn der Zuschauer am Ende sagt, er muss das Stück noch mal sehen, um alles wirklich mitzubekommen.“

Ein besonderer Dank gilt der Sparkasse Dortmund, da diese die Produktion unterstützt hat.

Von Lena Lahne

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