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Neue Schauspieler

Gekommen, um zu rocken

09.08.2010 | 18:49 Uhr
Gekommen, um zu rocken
Das neue Team von Schauspieldirektor Kay Voges. Foto: Franz Luthe

Dortmund.„Die übrig gebliebenen Mitglieder des Schauspiels Dortmund begrüßen alle neuen Mitglieder.“ Inspizient Ralf Kubik kommt mit seiner Durchsage auf dem Vorplatz des Schauspielhauses dem neuen Direktor noch zuvor: Die neuen Schauspieler, Regisseure, Musiker, Assistenten und sonst wie kreativen Geister sind da - und die Zeit von Kay Voges beginnt.

Kay Voges ist nervös. Hektisch dirigiert er die Menschen im Zuschauerraum, nestelt an seinen Papieren, stellt sich schließlich an den Rand der Bühne. „Wow, da sind sie“, sagt er und man weiß nicht genau, ob nur zu sich. „Darauf hab’ ich jetzt 1 ½ Jahre gewartet“, erklärt er - und ergänzt später, dass er in der Vorbereitungszeit manchmal gefürchtet habe, „es geht nie los“.

Angefangen mit seiner Vorstellung bei der Findungskommission, die ihn mit den Worten verabschiedete: „Danke für ihre jugendlichen Ausführungen“ - was Voges als sichere Absage wertete.

Als er doch die Zusage bekam und sich - bis auf Jakob Schneider - vom alten Ensemble verabschiedete, sah sich Voges mit zwei Problemen konfrontiert. Der Realität der städtischen Sparmaßnahmen. Und dem Gefühl, in einer Stadt zu stecken, „die etwas Angst hat vor dem Neuen, was da kommt“ und „nicht gerade euphorisch“ auf den Neustart reagierte. Trotzdem oder gerade deswegen suchte Voges sein eigenes Team, hörte 120 Vorsprechen, um Leute zu finden „die das Haus für einen rocken“.

Worte für jeden

Jetzt sind sie da. Gekommen, um zu rocken. Und Kay Voges begrüßt jeden mit ein paar Worten, warum er ihn gewählt hat. Von Theaterpunks und -berserkern, Spiellust, Schamlosigkeit und Wahnsinn ist die Rede. Mit vielen der Engagierten hat Voges schon gearbeitet.

Darüber, was er mit ihnen erreichen will, sagt Kay Voges allerdings wenig. Ein „gegenwärtiges Theater“ für alle Menschen der Stadt wünsche er sich, unterhaltsam, klug, verstörend. Und eines, das zu einer „Notwendigkeit“ werde, die man nicht einfach wegkürzen kann. „Umbruch“ ist das Motto der neuen Spielzeit - und die bedeutet unmittelbar viel Arbeit: Allein 18 Premieren gibt es bis Ende Oktober.

Entsprechend froh ist Bettina Lieder, das die Proben sofort losgehen: „Ich freue mich. Das ist mein erstes Festengagement.“ So, wie bei Se-Bastian Graf, der die „vielen neuen Gesichter“ genießt. Eine Mischung aus „Familienzusammenführung und erster Schultag“ so Andreas Beck, der auf das Ruhrgebiet und seine „eigenen, aber auch spannenden“ Bewohner neugierig ist.

Das Ensemble: Andreas Beck, Ekkehard Freye, Björn Gabriel, Sebastian Graf, Caroline Hanke, Luise Heyer, Axel Holst, Uta Holst-Ziegeler, Christoph Jöde, Sebastian Kuschmann, Bettina Lieder, Melanie Lüninghöner, Uwe Rohbeck, Jakob Schneider und Friederike Tiefenbacher.

Die WR stellt alle neuen Schauspieler am Theater Dortmund vor.

Nadine Albach

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Kommentare
05.09.2010
17:21
Gekommen, um zu rocken
von Marcel Briegwitz | #1

Ich wünsche Kay Voges viel Glück in seiner neuen Intendanz.

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