Für Querdenker, Sturköpfe und Leckerschmecker
29.07.2011 | 19:04 Uhr 2011-07-29T19:04:00+0200
Dortmund.30 Veranstaltungen bringen Licht in Herbst und Winter: Klaus Becker und sein Team haben für das zweite Halbjahr im Harenberg City-Center (HCC) ein Kulturprogramm für allerlei Vorlieben zusammengestellt. Eine Auswahl:
Für Opernlauscher: Die Saison startet am 5. September mit dem neuen Opernintendanten Jens-Daniel Herzog, den der Wagner-Verband für einen Ausblick auf seine erste Inszenierung gewonnen hat. Legendäre Stücke hat auch Opernregisseur Hans Neuenfels auf die Bühne gebracht (20.10.).
Für Querdenker: Wie es um unsere Demokratie steht, beschäftigt Prof. Franz Walter, Gründer des Instituts für Demokratieforschung, am 13. Oktober. Was aus Menschen wird, die ihr Leben immer nur der Arbeit gewidmet haben und wie sie den Sinnverlust im Alter verhindern können, thematisiert Journalist Sven Kuntze am 13. Dezember.
Für Leckerschmecker: Die Verbindung von Kunst und Kulinarischem hat Schauspieler Siemen Rühaak zu einer Erfolgsgeschichte gemacht – und setzt sie mit Wein (23. September) und Weihnachten (15. & 16. Dezember) fort. Neu am Buffet sind aber Wladimir Kaminer, der am 15. Oktober den Geschmack der „Küche totalitär“ vorstellt, während Fritz Eckenga am 26. November schlicht zur ruhrgebietstypischen „Mahlzeit“ lädt.
Für Hinter-den-Vorhang-Gucker: Wer Sprachkünstler, Poet, Rockmusiker und Komponist zugleich ist, kann auch manches aus Musik- und Kunstszene berichten – wie eben Heinz Rudolf Kunze am 27. Oktober. Wie viele Schritte vor einer fertigen Choreographie zu tanzen sind und was ein gefeierter Bühnenstar wie Lynne Charles erlebt hat, verrät das Dortmunder Ballett von Xin Peng Wang in der Reihe „abgeschminkt“ am 9. Oktober und 11. Dezember.
Für Lokalmatadore: Kammerschauspielerin Helga Uthmann und das HCC-Publikum verbindet eine innige Liebe – die mit einem Ruhrpott-Abend am 30. September fortgesetzt wird. Ähnliches gilt für Fritz Eckengas „Mitteilungen für interessierte Dorfbewohner“ (25.9., 30.10., 4.12.).
Für Klangsucher: 2011 ist das 200. Geburtsjahr von Franz Liszt – was Gudrun Landgrebe und Pianist Florian Uhlig zu einer poetisch-musikalischen Liebes-Liszt mit Werken des Komponisten und Texten von de Sade und Maupassant inspiriert (10.11.). Ulla Hahn ist preisgekrönt für ihre poetische Wahrheiten: In “Wi(e)derworte“ nimmt sie es mit ihrem jüngeren, dichtenden Ich auf und schaut, wie der Blick sich verändert (1.12.).
Für Sturköpfe: „Isch abe gar kein Auto!“ hat Bruno Maccalini einst in der Werbung gesäuselt – und vielleicht deshalb mit Lebensgefährtin Jutta Speidel die sardische Provinz auf Eseln erkundet (14.10.).
Für ordentlichen Schwung: Das Siggi Gerhard-Swingtett (4.11.) gehört zum HCC wie die 18. Etage – diesmal aber wird auch das Saxophonquartett Multi Colore swingen, das zu seinem 30. Geburtstag an Gründer Rainer Glen Buschmann erinnert (2.12.).
0mitdiskutieren