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Im Freischütz

Festliche Stimung beim Großen Chor

21.12.2009 | 18:44 Uhr
Festliche Stimung beim Großen Chor

Dortmund. Das Konzert des „Großen Chores” ist für so viele Dortmunder eine weihnachtliche Pflichtveranstaltung, dass im letzten Jahr der Festsaal des „Freischütz” restlos ausverkauft war. Das diesjährige 48. Konzert gab es zweimal - ein Angebot, das vom Publikum gerne angenommen wurde.

Mit Franz Schubert und Felix Mendelssohn Bartholdy begannen der Dortmunder Männergesangverein und der Polizeichor (Leitung: Herbert Grunwald) mit Werken des 19. Jahrhunderts, um dann europäische Weihnachtslieder in heiteren Arrangements des Dirigenten vorzustellen - vom flotten walisischen „Deck the hall” bis hin zum wehmütigen „Schlaf mein Kindlein” aus Russland. Der Dortmunder Kammerchor erwies sich nicht nur bei einer stimmungsvollen Bearbeitung des alten Liedes „Maria durch ein' Dornwald ging” als ein ausgewogenes Vokalensemble, das von seiner Leiterin Margitta Grunwald gut vorbereitet worden war. Alle Chöre zusammen bildeten den „Großen Chor”, dessen Klangwucht beim schlesischen „Hosianna” von einem siebenköpfigen Frauenchor kontrastiert wurde.

Dass der Stargast Johannes Groß („German Tenors”) kurzfristig absagen musste, wurde durch den Auftritt zweier Künstler vom Musiktheater im Revier Gelsenkirchen mehr als kompensiert: Die Sopranistin Nadine Trefzer und Jan Ciesielski (Tenor) präsentierten auf charmante Art italienische Opernarien, u.a. „O mio babbino caro” aus Giacomo Puccinis Einakter „Gianni Schicchi”. Pianist Christoph Greven meisterte auch die kurzfristig erarbeiteten Werke auf gewohnt souveräne Weise.

Mit ihrer frischen Unbefangenheit sangen sich die Schüler der Friedrich-Ebert-Grundschule in die Herzen der Zuschauer: Gemeinsam mit ihrer Schulleiterin Rita Mölders zeigten die Kinder großes Engagement - nicht nur im Chor, sondern auch bei der hervorragenden Moderation und toll einstudiertem Sologesang.

Foto: Knut Vahlensieck

Burkhard Sauerwald

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