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8. bis 18. November

Festival reist durch Meer der Poesie

26.10.2012 | 07:00 Uhr
Festival reist durch Meer der Poesie
Klauspeter Sachau vom Verein für Literatur freut sich auf die Reise durch Literatur, Lyrik und Musik beim LesArt-Festival.Foto: Christina Hesse

Wenn schon untergehen – dann richtig“, heißt das Motto des LesArt-Festivals, passend zum 100. Jahr des Untergangs der Titanic. Das Festival lädt zu einer Reise durch internationale Gewässer und durch die Dortmunder und die deutsche Literaturszene ein.

Sich die Titanic als Flaggschiff für ein Festival zu nehmen und das ausgerechnet im 13. Jahr des Bestehens, ist gewagt, bedenkt man das zwar populäre aber unrühmliche Ende des Riesendampfers. Die Veranstalter des LesArt-Festivals lassen sich da aber nicht bange machen, sie holen mit ihren Veranstaltungen alle mit ins Boot und steuern unverfroren auch in unbekannte Gewässer.

„Wenn schon untergehen – dann richtig“, heißt das Motto des Festivals, passend zum 100. Jahr des Untergangs der Titanic. Mit 17 Veranstaltungen und Programmen lädt das Festival vom 8. bis 18. November zu einer Reise durch internationale Gewässer und durch die Dortmunder und die deutsche Literaturszene ein.

Spitze des Eisbergs

Wie genau das war mit dem Eisberg und der Titanic, erklärt der Dortmunder Physikprofessor Metin Tolan bei seiner Lesung „Mit Physik in den Untergang“ am Sonntag, 18. November, um 19 Uhr im Kundenzentrum der Sparkasse.

Fernsehfrau Tine Wittler ist am Donnerstag, 8. November, um 19.30 Uhr im Dietrich-Keuning-Haus zu hören. Autor Oliver Uschmann gibt am Freitag, 16. November, um 19.30 Uhr im domicil Tipps zum Überleben auf Festivals. „Ein Thema, das uns sehr am Herzen liegt“, erklärt Klauspeter Sachau vom Verein für Literatur und künstlerischer Leiter des Festivals mit einem Augenzwinkern. Ein weiterer Höhepunkt: Die Lesung in den Umkleidekabinen des BVB.

Internationale Gewässer

Am 10. und 11. November laden die Organisatoren zu einer Reise in die türkische Literaturszene ein. Zwei Duos, bestehend aus jeweils einem in der Türkei lebenden und einem deutschen Autor lesen ihre Texte am Samstag um 19.30 Uhr im Kulturhaus Taranta Babu. Am Sonntag findet ein Austausch zwischen Autoren, Journalisten und Wissen-schaftlern der TU im Taranta Babu statt. Interessierte sind herzlich eingeladen teilzunehmen.

Die Bordkapellen

Musik gibt es an allen Ecken und Enden des Festivals. Für das Theater Fletch Bizzel haben Studenten der TU ein Programm aus Musik und Lyrik zusammengestellt, das am Samstag, 17. November, ab 19.30 Uhr zu hören ist: „wir sind – helden von hier“. Im domicil gibt Jazzsängerin Eva Kurowski am Freitag, 16. November, Kostproben aus ihrem Buch „Gott schmiert keine Stullen“ und von ihrer Musik.

Nase im Wind

Die Förderung von Nachwuchsautoren ist ein großes Thema bei LesArt. Am Samstag, 10. November, lesen Schüler der Gertrud-Bäumer-Realschule ihre Texte ab 16 Uhr in der Stadt- und Landesbibliothek vor. Am Sonntag, 18. November wird der LesArt-Preis der jungen Literatur dann in der Sparkasse verliehen.

Für kleine Fische

14 Kindergartengruppen haben aus Kinderbüchern Theaterstücke gemacht und zeigen sie vom 12. bis 16. November im Fletch Bizzel. „Kulturelle Bildung spielt ein große Rolle bei diesem Festival. Das ist uns sehr wichtig“, betont Claudia Kokoschka, Leiterin des Kulturbüros, das LesArt unterstützt.

Maike Rellecke


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