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25 Jahre Dortmunder...

Faulendes Obst zum Geburtstag

19.11.2009 | 19:19 Uhr

Dortmund. K.O. Götz. Emil Schumacher. Joseph Beuys. Otto Piene. Die Liste der namhaften Kreativen ist lang, die im Dortmunder Kunstverein ausgestellt haben. Jetzt feiert die Plattform auch und gerade für junge Kunst ihren 25. Geburtstag.

Eine Geburt feiert man in der Regel mit Sekt und lecker Häppchen. Der Dortmunder Kunstverein kam mit faulendem Obst und rohem Fleisch am 26. November 1984 in der Wißstraße 30 zur Welt - dank der Videoinstallation „Dort-Mund” von VA Wölfl. „Es herrschte Aufbruchstimmung”, erinnert sich Vorstandsmitglied Thomas Meinke an die Gründung. „Es passte in die Zeit, zum Strukturwandel, etwas für die weichen Standortfaktoren zu tun.” Annette Reker wird die erste künstlerische Leiterin und bleibt es für zehn Jahre, in denen Informel und Minimal Art einen Schwerpunkt bilden. Und doch herrscht anfangs Verwirrung über die Intention des Kunstvereins, fragen Mitglieder, wann die erste Kirche besichtigt wird, wie sich Gründungsmitglied Klaus Heesche erinnert.

„Entscheidend für den Kunstverein ist es weniger, das Arrivierte zu zeigen, Entscheidend ist, dass die jungen Künstler eine Plattform bekommen”, erklärt der 1. Vorsitzende Prof. Eckhard Gerber, „und, dass wir die junge Kunst den jungen Menschen nahebringen.”

Das kostet Kraft: Ohne ehrenamtliches Engagement der derzeit 165 Mitglieder - anfangs waren es 500 - wäre der Kunstverein, ohne Sponsoren wären die Ausstellungen undenkbar. Kraft war in der Historie aber bisweilen auch ganz praktisch nötig: Nach dem Umzug des Kunstvereins 1987 in eine repräsentative Villa in der Prinz-Friedrich-Karl-Straße mussten die Skulpturen von Peter Weidl per Kranwagen in den ersten Stock gehoben werden. Seit zehn Jahren ist der Dortmunder Kunstverein allerdings mitten in der Innenstadt, in der Hansastraße, angekommen. Verena Titze, aktuelle künstlerische Leiterin, sucht die ausgewogene Mischung aus junger und etablierter Kunst, mit einer gewissen „Vorliebe fürs Malerische” - das jedoch stets auf Fotografie, Installation oder sonstige Experimente trifft. Die Kunstinteressierten danken es ihr mit steigenden Besuchszahlen: 2009 waren es circa 1500 bis 2000. „Und auch die Struktur der Besucher wird jünger”, stellt Vorstandsmitglied Marion Edelhoff fest.

Foto: Franz Luthe

Nadine Albach

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Kommentare
25.11.2009
11:43
Blockierter Kommentar.
von James.Brunt | #1

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