Dem Alltag mit blauem Wunder ein Schnippchen schlagen
27.07.2012 | 18:21 Uhr 2012-07-27T18:21:00+0200
Jugendliche konnten ab dem 24. Juli ihr blaues Wunder im U-Turm erleben. Mit Tanz, Theater und Film gingen die Teilnehmer auf Entdeckungstour und fanden tolle Überraschungen im Alltag.
Wundern kann man sich zurzeit wunderbar im U-Turm. Ganz unmuseal wird es laut, sobald man einen abgeschlossenen Raum in der zweiten Etage betritt. Popmusik tönt aus den Lautsprechern: „Der Himmel ist blau“. Neun Arme wandern in die Luft, 18 Beine bewegen sich zur Musik. Birgit Götz klatscht in die Hände: „Noch mal von vorne!“
Entdeckungstour durchs U
Seit Dienstag erleben und gestalten Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren ihr „Blaues Wunder“ auf der U2_Kulturelle Bildung im Dortmunder U. Unter diesem Motto hatte das Kulturbüro zum Ferienworkshop eingeladen. 17 Jugendliche ließen sich auf die kulturelle Entdeckungstour durchs U ein. Mit Tanz, Theater und Film näherten sich die Jugendlichen dem Thema an.
Die Kurzpräsentation zum Abschluss des Ferienprojektes „Blaues Wunder“ wird am Sonntag, 29. Juli, 12.30 Uhr, in einer zirka halbstündigen Vorführung auf der U2 im U-Turm gezeigt. Der Eintritt ist frei.
Der Workshop fand im Rahmen des NRW-Projektes „Kulturrucksack“ statt.
Die Musik ist aus und der Raum füllt sich mit allen Teilnehmern des Workshops. „Am Ende des Tages führen sich alle Gruppen gegenseitig vor, was sie gemacht haben“, erzählt Choreographin Birgit Götz. Nun erschallt Hip Hop-Musik. Tanzpädagogin Katja Alers hat mit ihrer Gruppe Pantomime-Elemente in den Tanz eingebaut. In einer Wellenbewegung erheben sich die hockenden Tänzer und schütten ihrem Nebenmann unsichtbares Wasser ins Gesicht. Plötzlich ertönt Donnergrollen und Regenprasseln. „Oh nein! Schon wieder Regen!“, rufen die Tänzer im Chor.
Damit greifen sie ungewollt der großen Präsentation am Sonntag vor (siehe Infobox). Schließlich soll sich dann das herrliche Sommerwetter schon wieder in Wechselduschen auflösen. Doch bis dahin konnten auch die Jugendliche das Sonnenwetter für sich nutzen: Nicke dreht mit seinem Skateboard eine Runde vor dem U. Über ihm strahlend blauer Himmel. Doch irgendetwas stimmt nicht. „Der Himmel kräuselt sich so komisch“, findet jemand auf die Nachfrage von Künstlerin Alischa Leutner.
Himmel kräuselt sich
Zusammen mit den Jugendlichen hat sie Videos mit Hilfe der Blue-Screen-Methode gedreht. Dabei geht es darum, in Alltagsszenen überraschende Momente einzubauen: Im Himmel über dem U-Turm kräuselt sich Wasser. „Der Begriff ,sein blaues Wunder’ erleben kommt aus der Zeit der Färber, die ihre Stoffe mit gelber Flüssigkeit färbten und erst als sie sie aus den Bottichen zogen, wandelt sich die Farbe in blau“, erzählt Birgit Götz.
Dieses Wunder konnten auch die Jugendlichen im Dortmunder U erleben: Erst am Ende setzt sich aus den einzelnen Elementen ein tolles Gesamtkunstwerk zusammen – mit tollen Überraschungen, die auch Besucher am Sonntag sehen können.
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