Della Miles sang sich vom Background in Reihe 1
12.10.2010 | 17:05 Uhr 2010-10-12T17:05:00+0200
Dortmund.Sie ist eine Singer/Songwriterin. Aber zuallererst ist sie eine fantastische Sängerin. Das hat auch Marius Müller-Westernhagen entdeckt. Und so begleitet Della Miles ihn seit ein paar Jahren auf seinen Tourneen, ist längst aus dem Schatten der Backgroundsängerin hervorgetreten. Nun hat „MMW“ das neue Album der Amerikanerin, „Simple Days“, produziert. WR-Redakteur Andreas Winkelsträter sprach mit der Künstlerin vor dem Konzert am 17. Oktober in Dortmund.
Ihre ersten Alben waren sehr kommerziell, das aktuelle ist sehr persönlich. Wie kam’s zu dem Wandel?
Ja, das erste war Mainstream, Pop. Was immer ich auch damit erreichen wollte. „Simple Days“ kommt vom Herzen, ist sehr gefühlvoll. Es hat seine ganz eigenen Elementen aus Soul, R&B, ein bisschen Jazz. Es gibt mir am Ende des Tages das Gefühl, ein gutes Album eingespielt zu haben.
Und Ihre Stimme kommt da sehr gut zur Geltung.
Das liegt an dem guten Produzenten, an MMW. Der muss sich nicht in den Vordergrund stellen, sich einen Namen machen. Bei ist die Musik im Vordergrund. Marius ist in erster Linie eben ein Künstler, dem die Stimme wichtig ist.
Das Album war eine Befreiung für mich
Sprechen Sie deshalb davon, dass das Album für Sie eine Art Befreiung war, dass d a s ihr Debütalbum ist?
Ja, das stimmt. Hier habe ich das Gefühl: Das bist Du. Das ist Dein Album. Jetzt hat mir keiner gesagt, was ich machen soll, was ich machen muss.
Wie haben Sie eigentlich MMW kennengelernt?
Das war schon 1999. Damals habe ich in noch in den USA gewohnt. In Deutschland war ich wegen einer Show von Mercedes. Marius war da. Wir haben uns kennengelernt, er hat mich gehört. Und dann habe ich bis 2005 nichts gehört. Dann hat er mich angerufen, wollte, dass ich mit ihm auf Tour gehe.
Das Konzert von Marius Müller-Westernhagen findet am 17. Oktober in der großen Westfalenhalle statt.
Es steht unter dem Motto „Westernhagen Live 2010“
Dabei wird er natürlich auch Songs seines neuen Albums „Williamsburg“ spielen, das im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde.
Eintrittskarten gibt es zum Preis von 61,70 Euro, 78,95 € und 90,45 € (inkl. Gebühren)
Weitere Informationen unter
www.westernhagen.de
Und zur gleichen Zeit kam ihr erstes Album raus?
Ja, das war nach der Tour mit ihm. Auf Tour haben wir wirklich gut harmoniert. Ihm gefiel meine Stimme, meine Musik. Und er hat sich dann entschieden, eine CD mit mir zu machen. Das war schon eine riesige Ehre für mich.
Michelle Obama gespielt
Und neben der Zusammenarbeit mit ihm und Soloprojekten haben Sie Michelle Obama im Musical „Hope“ Anfang 2010 gespielt.
Ja, genau. Normalerweise mache ich keine Musicals. Aber das war eine Herausforderung, eine solche Persönlichkeit wie Michelle Obama zu spielen. Mir hat es wahnsinnig gut gefallen. Ich hatte vorher schon bei Michael Jackson „Sisterella“ gespielt, das auch in Deutschland aufgeführt worden war.
Wenn Sie mit MMW auf Tour sind, dann singen Sie auch eigene Stücke?
Ja, Marius hat da keine Probleme mit, ist da sehr großzügig. Wir singen Songs zusammen. Und dann kann ich auch ein Stück meines Album singen. Das ist „Baby I WAnt You“.
Wird es auch eine Solotour Della Miles geben?
Das hoffe ich. In die Richtung soll’s gehen. Diese Tour mit Marius ist natürlich ganz was anderes. Da lastet die ganze Verantwortung nicht auf meinen Schultern. Da bin ich im Background. Der, der seinen Kopf hinhalten muss, ist der Künstler, der vorne steht. Ich war damals auch mit Whitney Houston auf Tour, auch im Background. Aber ich möchte auch allein unterwegs sein. Das ist dann schon ein ganz anderes Gefühl. Dann gehört mir das Publikum ganz alleine.
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