Bunte Mäuse für Mozart
20.01.2012 | 18:34 Uhr 2012-01-20T18:34:00+0100
Dortmund. Junge Talente auf die großen Bühnen bringen – für dieses Ziel setzt sich die Mozart Gesellschaft Dortmund seit 55 Jahren ein. Beste Aussichten also für die sieben neuen jungen Talente 2012/13.
Junge Talente auf die großen Bühnen bringen – für dieses Ziel setzt sich die Mozart Gesellschaft Dortmund seit 55 Jahren ein. Mit Erfolg: Frühere Stipendiaten wie Lise de la Salle und Khatia Buniatishvili werden heute in der Klassikszene gefeiert. Beste Aussichten also für die sieben neuen jungen Talente 2012/13.
Es ist ähnlich wie im Fußball: Nach der Stipendiatenauswahl ist auch davor – denn längst schaut sich Karen Ann Bode, Geschäftsführerin der Mozart Gesellschaft Dortmund, wieder nach neuen Talenten um. Alle ein bis zwei Jahre gilt es, neue Stipendiaten zu besetzen: „Wir wollen Musiker, denen wir eine internationale Karriere zutrauen“, sagt Bode. Und natürlich müssen sie eine Affinität zu Mozart haben. „Die Stipendiaten sollten Charakter haben. Eine graue Maus geht nicht.“ Das würde schließlich auch nicht zu Mozart passen...
Wettbewerbe, Agenturen und Hochschulen sowie Empfehlungen früherer Stipendiaten helfen bei der Auswahl. Die nimmt eine Jury aus Vorstands- und Beiratsmitgliedern vor. Zu den Leistungen gehören ein Auftritt im Dortmunder Konzerthaus, die Vermittlung anderer Konzerte sowie die Finanzierung von Meisterkursen, CD-Produktionen und Marketing.
Die Stipendiaten:
„Sensationell gut“ findet Bode die Bratschistin Mariko Hara. Geboren in Japan, studiert sie aktuell mit dem renommierten Antoine Tamestit. „Sie ist sehr lebensfroh und sprüht nur so vor Ideen.“ Ihr finanziert die Mozart Gesellschaft Fotoshooting und Homepage. „Marketing wird immer wichtiger“, sagt Bode.
Durch die Kooperation mit dem Klavierwettbewerb Leeds ist Pianist Alexej Gorlatch (22) zur Mozart Gesellschaft gekommen – obwohl Bode ihn schon lange beobachte: „Er ist so virtuos und sicher im Auftritt.“ Gorlatch siegte 2011 beim ARD Musikwettbewerb im Fach Klavier.
Selten sind Organisten unter den Geförderten, aber Sebastian Küchler-Blessing hat überzeugt „durch seine Vielseitigkeit. Er studiert Kirchenmusik, kann aber auch genial improvisieren“.
„In Hamburg spricht jeder über ihn“, sagt Bode über André Schoch (Trompete), der auch Stipendiat der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker ist.
„Sehr musikalisch, überzeugend und natürlich“ ist Pianistin Janka Simowitsch.
Sie hat schon mit dem London Symphony Orchestra gespielt und zahlreiche Preise bekommen: Violinistin Mayu Kishima.
„100 Prozent seinen Weg machen“ wird nach Einschätzung von Bode der Oboist Ramón Ortega Quero, der schon jetzt Solist bei dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks ist. Die Mozart-Gesellschaft finanziert seine CD-Produktion in 2012.
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