Bund der Steuerzahler sieht U-Turm-Umbau in Dortmund als Fehlplanung und Geldverschwendung
20.10.2011 | 16:14 Uhr 2011-10-20T16:14:00+0200
Dortmund.In aller Deutlichkeit hat der Bund der Steuerzahler die Investitionen zum Dortmunder U kritisiert. In seinem Schwarzbuch wird der Turm wegen der immensen Umbau-Kosten gar als „Fehlplanung“ abgekanzelt.
Bundesweit kritisiert der Bund der Steuerzahler (BdSt) mehr als 100 Geld-Verschwendungen, in Nordrhein-Westfalen sind es insgesamt 16 Fälle. In der Auflistung dieser NRW-Schwarzbuch-Fälle taucht der U-Turm an Position 5 auf. Als „Fehlplanung“ gilt aber neben Dortmunds Wahrzeichen nur Düsseldorfs Wehrhahnlinie, allen anderen genannten Projekten drohe Verschwendung oder ähnliches.
Harter Tobak: Die Stadt Dortmund habe bei der Sanierung des denkmalgeschützten U-Turms der Unionsbrauerei gravierende Baukostensteigerungen in zweistelliger Millionenhöhe bewusst in Kauf genommen, damit der Turm im Kulturhauptstadtjahr 2010 als Kunstzentrum eröffnet werden konnte. Und für die hohen Betriebskosten müsse der Steuerzahler aufkommen.
Die wörtliche Ausführung zum Dortmunder U : „Es sollte das Dortmunder Highlight im Kulturhauptstadtjahr 2010 werden. Doch jetzt liegt die Sanierung des Dortmunder U-Turms – das denkmalgeschützte frühere Gär- und Lagerhochhaus der Union-Brauerei – wie ein schwarzer Schatten auf dem städtischen Haushalt.
Im Mai 2010 war das alte Industriegebäude zu neuem Leben als Kunst- und Kreativzentrum, Ausstellungs- und Museumsstandort erwacht. Zumindest teilweise. Nur rund 40 Prozent des Gebäudekomplexes sollen bei Eröffnung fertig gewesen sein.
Und dafür hat die Stadt einen hohen Preis bezahlt. Um 2010 den U-Turm in neuem Glanz wiederauferstehen zu lassen, nahm sie Baukostensteigerungen bewusst in Kauf. So wurden aus rund 54 Mio. Euro schnell 83 Mio. Euro, und das soll noch nicht das Ende der Fahnenstange sein, denn gebaut wird am Dortmunder U noch immer, und die Gestaltung des Umfeldes ist auch noch nicht abgeschlossen. Allein die Betriebskosten werden für 2011 mit fast 5 Mio. Euro kalkuliert.
Die Stadt hält sich zu dieser unschönen Entwicklung sehr bedeckt und verweist bei der BdSt-Anfrage auf die gebotenen Geheimhaltungsvorschriften und Persönlichkeitsrechte Dritter. „Die konkreten Kostenentwicklungen in den einzelnen Bereichen wurden und werden grundsätzlich in nichtöffentlicher Sitzung des Rates der Stadt Dortmund behandelt.“
Zwischenzeitlich prüfte auch das Rechnungsprüfungsamt – natürlich ist der Bericht nicht öffentlich. Öffentlich ist dafür das Geld der Steuerzahler, die die Sanierung des U-Turms bezahlen müssen, koste es, was es wolle.“
13:49
Das Dortmunder U ist keine Fehlplanung und Geldverschwendung - das Dortmunder U ist eine gigantische Fehlplanung und eine massive Geldverschwendung!
23:39
Etwas Lustiges als Nachtrag zu meiner #1: Stüdemann hat heute in Radio 91.2 per Telefoninterview zugegeben, dass die Stadt eine sorgfältige Überprüfung der Bausubstanz als Planungsgrundlage schlicht verpennt hat (Das war ein Fehler).
Nachdem sich Prof. Gerber schon Ende 2009 ähnlich äußerte, aber gleichzeitig auch sagte, dass dieses Versäumnis rein aus Zeitdruck für die Eröffnung im Kulturhauptstadtjahr von der Stadt billigend in Kauf genommen wurde, können wir ja wirklich glücklich sein, dass bislang noch keine Katastrophe im Turm passierte...
12:42
Achb der U Turm ist doch keine Verschwendung!
Der U Turm ist das Parardestück sozial perfider Dummköpfe, dei Kosten auf die Bürger umlegen, aber die Einnahmen privatisieren....
Der U turm lässt bei DREIER WERKE und einigen Sozis kräftig die Einnahmen sprudeln.
Immerhin stecken die Sozis mit den Dreier Werken unter einem Dach und kassieren prächtig über die Tiefgararge ab!!!
Würden die Einnahmen der Tiefgararge den Bürgern zukommen, wäre das Projekt für die Bürger kostenneutral.
Aber das wollen die Sozis ja nicht, wie im Stadthaus, wo die Tiegagraeneinnahemn auch die Dreier WERKE kassieren...
Die Schildermafia lässt grüßen....
Einfach mal mit Schildermfia googeln :-))
oder beim BGH nach dem Urteil KZR 21/04 fragen...
11:05
Dortmund ist halt eine Stadt, in welcher Statussymbole für einige Politiker und einer kleinen Lobby wichtiger sind, als wirklich wichtige Dinge!
Ich erinnere an die Tunnelstraßenbahn, die auf Dauer ein Milliardenloch sein wird und dem Bürger keinerlei Vorteile bringt, stattdessen reichlich Nachteile und Kosten; - ich erinnere an Samtlebes Bierkiste im Stadtgarten, die eigentlich niemand so wirklich braucht;- dann ist da noch das Konzerthaus in der Brückstraße, der Phoenixsee und so vieles andere, was Dortmund zum Schuldenmeister NRW´s gemacht hat.
Schade ist nur, dass der Bund der Steuerzahler zu wenig Gehör findet und keinen Einfluss auf Deutschland hat...
06:15
...und der nächste überflüssige Bau kommt ja auch: das Fußballmuseum...
22:33
Na, die Kosten kriegen wir doch locker wieder rein, indem wir die Stadtbezirke Huckarde und Eving zerschlagen.
20:26
Ob der Bund der Steuerzahler etwas anprangert, oder in Hamburg fällt ein Sack Kaffee um.......
20:06
Als Dortmunder Bürger und Steuerzahler verkneife ich mir jetzt hier jeglichen Kommentar... besser ist das.
16:22
Um auch mal was Positives zu schreiben: Gottseidank hatte unter dem Kulturhauptstadt-Diktat die Fehlplanung des U-Turms nicht derart katastrophale Auswirkungen wie die Fehlplanung der LoPa in Duisburg.
Mehr Positives fällt mir leider nicht ein...