Bei HipHop-Streetdance geht die Post ab
13.01.2010 | 16:06 Uhr 2010-01-13T16:06:00+0100
Dortmund. Eine spektakuläre Veranstaltung der Jugendkultur hat demnächst Premiere in Dortmund: Am 13. März findet im Dietrich-Keuning-Haus das Finale der 18. Offiziellen Deutschen Meisterschaft im HipHop-Streetdance statt.
Die Organisatoren, das Dietrich-Keuning-Haus und die Dachorganisation GermanDance-Masters (GDM), erwarten dazu rund 50 Crews mit insgesamt etwa 350 Tänzerinnen und Tänzern sowie bis zu 1000 überwiegend jugendliche Zuschauer. „Keine Frage, da wird in der Nordstadt einmal mehr richtig die Post abgehen“, ist sich Oberbürgermeister Ullrich Sierau sicher, der gemeinsam mit GDM-Chef Gerhard Goldmann und der Leiterin des Dietrich-Keuning-Hauses, Helga Kranz, den Ablauf und das Programm der Veranstaltung vorstellte. „Ich freue mich sehr, dass es dem Team des Dietrich-Keuning-Hauses gelungen ist, die Deutschen Hip Hop-Meisterschaften erstmalig nach Dortmund zu holen, noch dazu im Jahr der Kulturhauptstadt.“
Drei Altersgruppen
Gestartet wird am Samstag, 13. März, in drei Altersgruppen, der Junior-Division (sechs bis zwölf Jahre), der Varsity-Division (zwölf bis 18 Jahre) und der Adult-Division (ab 18 Jahre). Wer dabei sein will, muss vorher bei mindes-tens drei Qualifikationsturnieren, die überall in der Republik stattfinden, möglichst viele Punkte gesammelt haben. Gute Chancen auf die Finalteilnahme hat derzeit auch noch die Dortmunder Formation „Stylematic“. Beim Finale im Dietrich-Keuning-Haus werden im übrigen nicht nur die Deutschen Meister ermittelt, sondern zugleich die Teams, die Deutschland 2010 bei den World HipHop-Dance Championship in den USA vertreten dürfen.
Wie GDM-Chef Gerhard Goldmann erläutert, wird eine sehr intensive Zwei-Minuten-Choreographie mit möglichst dynamischen und originellen Elementen gefordert sein. Je weniger „gemächliche Showeinlagen“ und je mehr schnelle, kraftvolle Akrobatikeinlagen, desto höher die Bewertung.
Engagierte Jugendarbeit
Für Helga Kranz ist es gar nicht so erstaunlich, dass bei der Wahl des Veranstaltungsortes Dortmund das Rennen gemacht hat: „Wir sind in diesem Bereich der Jugendarbeit seit vielen Jahren sehr engagiert unterwegs und haben zudem auch Erfahrung mit einschlägigen Großveranstaltungen“. So wurden im Jahr 2009 sowohl die Abschlussveranstaltung der Projektwoche „Funky Fresh Dance Jam“ als auch eines der Qualifikationsturniere für die 17. Deutsche Meisterschaft ausgerichtet, beides mit bundesweiter Resonanz.
Darüber hinaus habe sich das Dietrich-Keuning-Haus durch die intensive Förderung von Kindern und Jugendlichen zu einer echten Talentschmiede in dieser Sparte entwickelt. Tanzgruppen haben die Möglichkeit, selbstorganisiert ihre eigene Choreografie einzustudieren und regelmäßig zu trainieren. Kontinuierlich finden auch Workshops und Gruppenangebote statt, die insbesondere von Jugendlichen aus der Nordstadt intensiv wahrgenommen werden. Einige Jugendliche haben sogar die Chance genutzt, sich die Grundlage für eine Tätigkeit als freiberuflicher Tänzer oder Tanztrainer im Be-reich Streetdance zu erarbeiten.
Streetdance-Enthusiasten
Die GermanDanceMasters Organisation ist, so Goldmann, ein bundesweiter Zusammenschluss engagierter Streetdance-Enthusiasten, die seit Jahren in der Jugendkulturarbeit aktiv sind und bundesweit Streetdance-Veranstaltungen nach den internationalen Regeln der HipHop International (HHI) Organisation Los Angeles, USA, veranstalten. Die GDM ist voll assoziiertes Mitglied des internationalen Verbandes und stellt einen der weltweiten zehn Direktoren (www.HipHopinternational.com). Goldmann: „Nur wir haben für Deutschland, Belgien, Lichtenstein, Luxemburg und Österreich das Exklusivrecht zu Nominierung von Nationalmannschaften für die World HipHop-Dance Championships in den USA.“
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