Banane auf Hochofen
10.09.2009 | 13:11 Uhr 2009-09-10T13:11:00+0200
Dortmund. Eine 30 Meter lange Banane auf einem Hochofen in 65 Metern Höhe - das gibt's nur in Dortmund-Hörde. Und nur zur Kulturhauptstadt 2010. Der Künstler Thomas Baumgärtel will sein Stahl-Obst auf dem Hochofen des ehemaligen Stahlwerks Phoenix-West installieren.
Helikopter? Oder Kran? „Irgendwie muss man es stemmen”, sagt Thomas Baumgärtel und meint das durchaus zweideutig. Er spricht von einer 30-Meter-Stahl-Banane, die er auf dem Hochofen von Phoenix-West zu installieren gedenkt. Beim Ortstermin in 65 Metern Höhe stellte er der Stadt am Mittwochabend die Idee vor.
Unterstützung bei PR
Geschätzte 80 Prozent seiner Arbeitszeit macht sich Baumgärtel krumm für die Banane. Aufwändig sind die Formalitäten: Wenn das Okay vom Denkmalschutz kommt, geht's an den Bauantrag, woraufhin der Statiker kommt und erst danach gibt's einen Zeitplan. Dann ist auch klar, ob Kran oder Helikopter oder beide anrücken.
Ziel ist die Eröffnung im Mai. Dazu sind rund 250 000 Euro für die riesige Stahlkonstruktion nötig. Von der Stadt Dortmund ist keine finanzielle Hilfe zu erwarten. Dr. Rosemarie Pahlke, Kunstreferentin zur Kulturhauptstadt, zeigte sich dennoch begeistert und stellte vage in Aussicht: „Möglich wäre Unterstützung etwa bei der PR. Wir könnten aber auch Führungen anbieten.” Eventuell könnte beim Aufbau auch der Grünflächenbereich helfen, so Pahlke.
Paten zur Finanzierung gesucht
Patenschaften sind das Zauberwort, wenn es ums Stemmen der Finanzierung geht. 250 Paten sollen für je 1000 Euro eine Leinwand mit gesprühtem Hochofen samt Banane kaufen. „Es wäre doch schön, wenn die Banane ein Geschenk der Bürger an die Kulturhauptstadt wäre.” 19 Schenker haben sich bislang gefunden. Sponsoren aus der Industrie könnten Stahl stellen oder eine Halle, wünscht sich Baumgärtel. Ein Kilo bearbeiteter Stahl koste mindestens 4000 Euro und die Banane braucht mindestens 10 Tonnen. Es wäre die größte Banane in Baumgärtels Werk. Ein 14-Meter-Früchtchen stellte er schon vor den Kölner Dom. Damals sparte er sich den formalen Akt – und musste die Banane nach einem Tag abbauen. Die Dortmunder Frucht sähe Baumgärtel gern für die Ewigkeit. „Vielleicht möchte ein Sponsor sie hinterher haben. Es wäre was Schönes, wenn das Ruhrgebiet die Banane mit ihrer Strahlkraft behalten würde.”
20:13
so lange es noch genug bekloppte auf dem planeten gibt, so lang hab ich noch was zu lachen ;-)
00:45
Wird man als Bürger vielleicht auch mal gefragt, ob man mit dieser optischen Umweltverschmutzung einverstanden ist?
Wenn dieser Künstler sich selbst ein Denkmal setzen will, soll er das bei sich zuhause tun. Diese dämliche Banane hat keinen Bezug zu Dortmund, zu Hörde und zu Hoesch.
Kann man heute eigentlich jeden banalen Unfug zu Kunst erklären? (Und am besten gleich das Totschlagargument, die Kritiker würden aufgrund mangelnden Intellekts nur keinen Zugang dazu finden, hinterherliefern?)
16:59
Und auch wenn das schon 1000 mal in dieser Zeitung stand: Phoenix West war _kein_ Stahlwerk.
01:33
Nö, das ist völlig Banane!
Und für die Ewigkeit geht das schon gar nicht.
Als Hörder lehne ich das als Murks auf einem Baudenkmal ab.
Lieber die HOESCH Hochofen-Plattform als großartigen Aussichtspunkt für die Bürger freigeben.
16:18
Die Summe ist uns so eine Banane doch bestimmt wert!