Ausbau des U-Turms wird eine Million Euro teurer
28.01.2010 | 11:33 Uhr 2010-01-28T11:33:00+0100
Dortmund. Der Ausbau des Dortmunder U-Turms wird wohl eine Million Euro teurer als geplant. Die Kosten steigen somit auf bis zu 4 Millionen Euro. Die Gründe: nicht einkalkulierte Kosten für die Dachsanierung, wetterbedingste Verzögerungen und Lohnzuschläge.
Die Mehrkosten für den Ausbau des U-Turms klettern voraussichtlich von drei auf bis zu vier Millionen Euro. Das erklärte Kulturdezernent Jörg Stüdemann in der gestrigen Sitzung des Kulturausschusses. Gründe seien die nicht einkalkulierten Kosten für die Dach- und Fachsanierung und die wetterbedingte Bauverzögerung von nun zehn Wochen, die jetzt in Zwei- bis Dreifachschichten aufgeholt werden solle. Das sei angesichts der Lohnzuschläge teurer als geplant. Insgesamt „beten und bitten alle”, die Gesamtbaukosten zwischen 48,5 und 49 Mio. Euro zu halten und die 50 Mio. Marke nicht zu überschreiten, so Stüdemann.
Architekt Gerber wird noch befragt
Die Frage der Grünen nach der Diskrepanz zwischen gutachterlichen Bewertungen und den tatsächlichen Problemen sei die Verwaltung „außerstande” zu erklären - Stüdemann verwies auf eine anstehende Befragung des Architekten Gerber.
Die Chancen auf Schadensersatzansprüche halte er aber für „nicht besonders groß”: Gerber habe von vornherein auf eine Eröffnung in zwei Etappen verweisen, nur dass nicht wie ursprünglich geplant die Museumsetagen 4,5,6, sondern 1,2,3 mit Hochschulen und Medienkunst im Mai vorne stehen werden. Die oberen Etagen sollen nach der entsprechenden Trockung - „schließlich geht es um Kunstwerke im Wert von mehreren 100 Millionen Euro”, so Stüdemann - im August eingerichtet und Ende September mit der Museumsnacht erstmals besichtigt werden. Die Einweihung finde am 8. Oktober mit der Kino-Ausstellung aus dem Pariser Centre Pompidou statt.
Statt Gastro-Bereich vorerst Container
Was die Gastronomie im „U” angehe, werde die Versorgung der Besucher wohl zunächst durch Küchencontainer vor dem Turm geregelt.
Positiv sieht Stüdemann, dass der U-Turm sowohl stark in der Kulturhauptstadt-Werbung vertreten sei als auch jetzt schon neue Arbeitsplätze geschaffen habe: 20 Menschen hätten mit Dieter Gorny ihre Tätigkeit im ECCE (European Center for the creative economy) aufgenommen, das in Kürze auf das U-Gelände ziehe.
„Natürlich sind wir über die ein oder andere Entwicklung unglücklich”, so Stüdemann, „wir hoffen aber, dass wir trotzdem eine ordentliche Eröffnung hinkriegen.”
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