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Krise wirkt: In Dortmund heben weniger Passagiere ab

10.07.2009 | 18:06 Uhr

„Es ist uns am Ende egal, was in Münster passiert”, reagiert Markus Bunk, Geschäftsführerdes Flughafens Dortmund, auf das aktuelle Veto, das der Flughafen Münster/Osnabrück zum geplanten Ausbau der Start- und Landebahn auf 3600 Meter nun vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig erhielt.

Mit mehr Sorge sieht Bunk den leichten Sinkflug bei den Passagierzahlen.

Flughafen Dortmund am heutigen Freitag: Reisende warten auf ihren Chek- in nach Mallorca. Foto: Jörg Schimmel

Wenn man den Effekt rausrechne, für den der Rückzug des Billigfliegers Easyjet sorge, dann heben acht bis zehn Prozent weniger Passagiere in Dortmund ab, gibt Bunk eine aktuelle Schätzung ab. Das sei „im Vergleich zu einen Minus von acht bis 14 % andernorts” ein durchaus noch guter Wert. Die Wirtschaftskrise sei über die Reiseveranstalter und Reisebüros gerollt und am Flughafen angekommen. Bunk: „Das Buchungsverhalten ist vorsichtig. Das Geld sitzt nicht mehr so locker.” Bis auf die Großflughäfen und den Ryan-air-Stützpunkt Weeze sacke das Flugaufkommen bei fast allen Airports ab - auch in Münster und Paderborn.

Markus Bunk Geschäftsführer des Flughafens in Dortmund

Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, die geplante Startbahnverlängerung in Münster/Osnabrück nochmals zurückzuverweisen ans Oberverwaltungsgericht Münster, sehe man gelassen. Die Richter in Leipzig hatten bemängelt, dass Beeinträchtigungen für ein Naturschutzgebiet in Flughafennähe nicht ausreichend berücksichtigt worden seien. Bunk: „Bei uns geht es nicht um Naturschutz. Bei uns geht es um Einwände gegen befürchteten Lärm und jeweils 150 Meter Verlängerung an den Enden der Start- und Landebahn, die auf dem Flughafengelände zur Verfügüng stehen.”

Klaus BUSKE

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Kommentare
15.07.2009
15:43
Krise wirkt: In Dortmund heben weniger Passagiere ab
von EB70 | #35

Von 5-Millionen-Passagieren-Neurotikern sprechen Sie lieber nicht. Nicht wahr Orgeton?

15.07.2009
14:12
Krise wirkt: In Dortmund heben weniger Passagiere ab
von Orgeton | #34

Bei 300000 Lärm-Neurotikern müsste doch auch eine Nervenheilanstalt in Dortmund am Flughafen drinliegen. Allenfalls auch an den anderen NRW Flugplätzen. Die umliegenden Länder -NL und B - wirds freuen, die bauen aus! Wie wärs ,die Nacht-
sperre wie bei Airports auch auf Autobahnen auszudehnen? Jedenfalls: Viel Vergnügen bei der
Wirtschaftsverhinderung - weiterklönen ist ja offen-
bar angesagt! Quo vadis Germania???

15.07.2009
12:49
Krise wirkt: In Dortmund heben weniger Passagiere ab
von wievielebinich | #33

Kinnas, es leiden alle Dortmunder unter dem Flughafen, da alle Dortmunder dafür bezahlen, durch die Verlustübernahme der DSW, das Problem ist, dass dieses fast keiner im Westen und Norden der Stadt weiß. Salopp gesagt, die die im Armutsbericht der Stadt auftauchen, finanzieren anderen den Sommerurlaub..... auch eine Art der Umverteilung...

15.07.2009
09:21
Krise wirkt: In Dortmund heben weniger Passagiere ab
von EB70 | #32

Sie täuschen sich. Ich gehe nicht davon aus, das diese Zahlen erreicht werden. Dafür wird aber das Defizit steigen.

14.07.2009
22:07
Krise wirkt: In Dortmund heben weniger Passagiere ab
von KuK | #31

Wenn Sie, EB70, den vom Flughafen gewünschten Zustand für nicht hinnehmbar halten, dann scheinen Sie ja wenigstens davon auszugehen, dass die Ausbauaktivitäten zum gewünschten Erfolg führen - u. a. 3 - 5 Mio Passagiere durch optimierte Umlaufzeiten. Diese positive Einschätzung ist doch schon mal sehr begrüßenswert.

14.07.2009
17:00
Krise wirkt: In Dortmund heben weniger Passagiere ab
von doBürger | #30

Doch, meine Aussagen beziehen sich auf die gewünschten Änderungen / Ausbaustufen, die ja die Parteien und vor allem die Presse und Bürgerinitiativen als Wahlkampfthema sehen. Offenbar aber nicht die Mehrheit der Dortmunder Bürger! Siehe Umfrage zur Gewichtung der Wahlkampthemen.

14.07.2009
14:40
Krise wirkt: In Dortmund heben weniger Passagiere ab
von EB70 | #29

Auch Sie lieber DoBürger unterschieden nicht zwischen der Ist-Situation und dem vom Flughafen gewünschten Zustand. Dieser heißt: 2800 m Bahn, Regelbetriebszeit bis 23 Uhr, dadurch optimierte Umlaufzeiten und Passagierzahlen zwischen 3 und 5 Millionen im Jahr. Dieses zuendet gedacht bedeutet: Flieger im 5 Minuten -Takt in den Randzeiten 6-7 und 22-23 Uhr. Da ist dann die Grenze des Erträglichen für viele überschritten.
Ich halte bezüglich der Lärmbelastungen die jetzige Situation an meinem Wohnort für hinnehmbar. Nicht aber das Szenario, was sich der Flughafen wünscht und schon gar nicht in den am stärksten betroffenen Ortsteilen. Vom ökonomischen Unsinn mal ganz zu schweigen.

14.07.2009
13:13
Krise wirkt: In Dortmund heben weniger Passagiere ab
von doBürger | #28

Was konkret heißt eigentlich unter dem Fluglärm des Flughafens leiden. Gibt es dafür eine gesicherte, eindeutige Definition? Das ist doch sicher sehr subjektiv.
Die Zahl 300.000 ist mit Sicherheit zu hoch. Das wären ja mehr als 50 % der Einwohner Dortmunds - unvorstellbar. Auch kann ich nicht glaubenl, das 100 % der Einwohner des Stadtbezirkes Aplebeck unter dem Lärm leiden. Betroffen sind im wesentlichen die Stadtbezirke Aplerbeck, Hörde, Hobmbruch sowie Bereiche der Stadt Unna und im wesentlichen nur die Bereiche, die von der Ein-/Ausflugschneise betroffen sind. Da wäre 100.000 schon eine eher, vielleicht sogar leicht hochgegriffene Zahl der Leidenden oder stark betroffenen Einwohner. Das würde sich dann in etwa auch mit der Zahl derer Decken, für die das Thema Flughafen ein Kommunalwahlthema ist. Wobei der Prozentwert derer in Dortmund weit unter 20 % lag.
Befremdend finde ich zudem, dass in sehr vielen Fällen, gerade die Einwohner am lautesten Klagen, die erst vor wenigen Jahren, zum Teil sogar wegen der günstigen Grundstückspreise, im Bewusstsein des Flughafens in (Neu-)Baugebiete innerhalb der Einflugschneise oder nahedran gezogen sind, und jetzt plötzlich sich von der Situation vollkommen überrascht und stark betroffen sind. Ich weiß dieses in vielen Fällen aufgrund meiner kommunalpolitischen Aktivität im Dortmund Süden (Raum Wellinghofen / Lücklemberg, Hobmbruch). Das ist reiner Populismus.

14.07.2009
09:55
Krise wirkt: In Dortmund heben weniger Passagiere ab
von EB70 | #27

Wenn Sie die 300.000 dann auf ein paar Hundert reduzieren, gleiten Sie leider ins andere Extrem ab. Allein der Bezirk Aplerbeck hat ca 25.000 Einwohner.

Die von Ihnen zitierte Belegzahl der Parkplätze glaube ich auch nicht, Sie ist aber auch nicht Grundlage meiner Angaben. Ich schaue regelmäßig auf die Auslastung und sie bewegt sich im Allgemeinen zwischen 20 und 40 %. Wenn Sie mir das Gegenteil belegen möchten, aber bitte gerne!

13.07.2009
23:27
Krise wirkt: In Dortmund heben weniger Passagiere ab
von KuK | #26

Wer hier nicht verstanden hat um was es geht, das sind offensichlich Sie, EB70. Ich habe mich mit meinem Kommentar bezüglich der Akzeptanz des Flughafens auf die Aussage bezogen, dass 300.000 Menschen unter dem Lärm des Flughafens leiden, wie hier jemand behauptet, der sich besser sagdieUNwahrheit benannt hätte.

Wenn sich nun jemand damit arrangiert, dass seine Gewinne aus Energiegebühren (unter anderem!) auch für die Investition in einen Flughafen verwendet werden, sollte das als Meinung so akzeptiert werden, statt eine arrogante Selbstherrlichkeit an den Tag zu legen, dass es nur so eine Art hat. Wer dann noch behauptet, die Dortmunder Bürger, die für den Flughafen sind, wüssten gar nicht, dass sie ihn mitbezahlen, will die Dortmunder Bürger wohl für dämlich (oder des Zeitungslesens unkundig) verkaufen.

Und, EB70, noch ein Hinweis zu Ihrer pfiffigen Parkplatzrecherche: Die Angabe zu Parkplatz 1 Gesamtplätze 1.100, davon frei 1.943 (Stand zz.) ist nur ein Hinweis darauf, dass sie Zahlen auf der Internetseite nicht stimmen können. Momentan sollen 4447 frei, aber nur 603 Plätze belegt sein - nie im Leben.

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