Kripo sichert Spuren in Dortmunder Unglückswohnung
16.02.2012 | 07:30 Uhr 2012-02-16T07:30:00+0100
Dortmund. Nach dem Tod einer 72-Jährigen in der Preußischen Straße sitzt der Schock tief. Die Kripo sichert Spuren in der Wohnung im Dortmunder Stadtteil Eving. Die Hauseigentümerin, die Deutsche Annington, betont, dass die Heizungsanlage regelmäßig gewartet wurde.
Der Schock sitzt tief. Die Menschen in der Preußischen Straße können es noch immer kaum fassen. Am Dienstagabend ist ihre 72-jährige Nachbarin ums Leben gekommen – vermutlich an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung erstickt. Mehr als ein Dutzend Menschen wurde verletzt.
Die Kripo fahndet nach der Ursache des Unglücks. Der vordere Teil des mehrgeschossigen Mietshauses, das der Deutschen Annington gehört, ist noch gesperrt.
„Wir sind zutiefst erschüttert“, drückt Dr. Jürgen Frech von der Deutschen Annington Anteilnahme aus. Das Unternehmen setze alles daran, zusammen mit den Behörden schnellstmöglich der Ursache auf die Spur zu kommen. Ob die tatsächlich in einer defekten Heizung zu suchen ist, wie zunächst angenommen? Oder wurde mit Gas gekocht? Man werde sich, so Frech, nicht an Spekulationen beteiligen.
Heizung kürzlich repariert
Zu den Fakten gehöre: Die Heizungsanlage stamme aus dem Jahr 2002, sei regelmäßig gewartet worden, zuletzt im Sommer 2011. Ende Dezember habe der Schornsteinfeger die Abgasleitung überprüft – ohne Beanstandung. Tatsächlich habe es kürzlich zwei Reparaturen gegeben. Sie seien umgehend erledigt worden – „und hatten nichts mit der Brennstoffzufuhr zu tun“, so Frech. Dienstagmorgen sei die Heizung wieder angelaufen.
Die Kripo sichert in der Unglückswohnung Spuren. In den hinteren, zunächst ebenfalls evakuierten Gebäudeteil konnten die Familien wieder einziehen. Diese Wohnungen hängen, so Frech, an einer anderen Heizungszentrale.
Es ist der zweite tödliche Fall von CO-Vergiftung in diesem Winter: Im November war eine 90-jährige Frau in Bodelschwingh umgekommen.
22:31
Warum sind eigentlich keine CO-Warngeräte Pflicht?
und warum keine Rauchmelder und keine Wassermelder und keine .....????
Ja, wenn etwas passiert schreien alle los, es gehört auch etwas Eigeninitative zum Leben!
Das verhindert die Schornsteinfeger-Lobby. Die wären sonst arbeitslos.