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Kripo ermittelt nach Explosion in Dortmunder Wohnhaus

18.02.2013 | 10:03 Uhr
Kripo ermittelt nach Explosion in Dortmunder Wohnhaus
Die Explosion am Montagmorgen hat das Dach des Wohnhauses in der Dortmunder Nordstadt regelrecht zerrissen.Foto: dpa

Dortmund.  Nach einer Explosion in einem Wohnhaus in der Dortmunder Nordstadt hat die Feuerwehr die Nordstraße gesperrt. Anwohner sagen, die Explosion habe sich "wie ein Erdbeben" angefühlt. Der Mieter der der Explosions-Wohnung trug Brandverletzungen davon. Die Kripo ermittelt.

14.33 Uhr: Die Polizei meldet gerade, dass der Mieter der Explosions-Wohnung noch nicht vernommen werden konnte. Er sei schwer verletzt und befinde sich immer noch in stationärer Behandlung.

Zurzeit ist die Polizei noch vor Ort und führt die Ermittlungen zur Klärung der Explosion weiter. Mit einem vorläufigen Ergebnis sei am Montag nicht mehr zu rechnen.

Für die anderen Bewohner des Mehrfamilienhauses gibt es indes gute Nachrichten: Der Statiker ist mit seiner Untersuchung fertig. Bis auf die Dachgeschosswohnung ist das Gebäude weiterhin bewohnbar.

12.46 Uhr: Die Feuerwehr hat ihren Einsatz beendet.

11.43 Uhr: Mittlerweile gibt es nun Klarheit über das Alter des verletzten Mieters. Laut Polizei ist er 21 Jahre alt. Er wird nun in einem Krankenhaus stationär behandelt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Klärung der Explosion aufgenommen. Der Statiker prüft neben dem Explosionshaus auch die beiden angrenzenden Häuser rechts und links auf ihre Standfestigkeit.

11.12 Uhr: Die Nordstraße ist nach wie vor gesperrt, die Feuerwehr ist immer noch mit der Schadensanalyse beschäftigt. Auch muss ein Statiker noch das Haus untersuchen. Immerhin läuft der Verkehr auf der Mallinckrodtstraße wieder. Sie war während des Einsatzes bis 10.50 Uhr gesperrt.

Unser Reporter vor Ort hat mit den Nachbarn der Wohnung gesprochen, in der die Explosion statt fand. Die Explosion habe sich "wie ein Erdbeben" angefühlt, schildert die Frau. Sie habe sich an einer Schrankwand festhalten müssen. Ihr Mann rief um 10.42 Uhr die Polizei.

Auch den Mieter der Explosions-Wohnung hätten sie gesehen. Er habe Brandwunden auf dem Rücken gehabt und habe im Gesicht geblutet.

Es hätte durchaus noch schlimmer kommen können, sagte ein Feuerwehrmann unserem Reporter vor Ort: Wäre es keine Dachgeschoss-Wohnung gewesen, hätte die Druckwelle nicht nach oben entweichen können. Dann hätte wahrscheinlich die schwächste Wand im Haus nachgegeben.

Ebenso Glück im Unglück sei es gewesen, dass zum Zeitpunkt der Explosion kein Passant auf dem Bürgersteig am Haus gewesen sei und dass der Großteil der Trümmerteile nach hinten abgegangen sei.

Einer, der die Explosion vor Ort miterlebt hat, war André F. Der Bewohner der nahen Lambachstraße stand gerade mit seinem Auto vor der Ampel zur Mallinckrodtstraße, als ihm ein Trümmerteil auf das Autodach stürzte. "Der Wagen ist brandneu, hoffentlich zahlt das die Versicherung."

10.43 Uhr: Die Feuerwehr ist nun mit der Schadensbeseitigung beschäftigt. Die Verwüstungen sind im Hinterhof größer als vor dem Haus. Hier liegt laut unser Reporterin vor Ort der halbe Dachstuhl. In der Mitte des Hofes liegt ein Fenster samt komplettem Rahmen. Auch im Stockwerk unter der Explosion sind mehrere Fenster und eine Terrassentür beschädigt.

10.16 Uhr: Die Feuerwehr hat die Nordstraße abgesperrt, Einsatzkräfte sind im Haus, mit einer Drehleiter versuchen die Feuerwehrmänner, sich eine Übersicht über die Lage der explodierten Wohnung im vierten Stock zu machen. Unsere Reporterin meldet, dass sie kurz nach der Explosion Gas gerochen hat.

Die Pressestelle der Feuerwehr spricht von einer kleinen Explosion. "Die Bewohner des Hauses werden im benachbarten Café versorgt. Wir haben vorsichtshalber die Gasleitung unterbrochen."

Explosion Dortmund NordstadtStepMap


Es gibt eine verletzte Person, den Mieter der Wohnung, ein Mann Ende 20, meldet die Feuerwehr. Er irrte orientierungslos auf der Straße herum, als die Feuerwehr eintraf. Inzwischen ist er in ein Krankenhaus gebracht worden. Nach seiner Aussage habe er sich eine Zigarette angezündet und dann habe es geknallt. Die Druckwelle ist nach oben aus dem Dach gegangen. Auch in den Hinterhof des Hauses sind größere Teile des Daches abgegangen.

Erstmeldung 9.55 Uhr: Die Explosion hat sich gegen 9.40 Uhr an der Nordstraße in der Nähe des Nordmarkts ereignet. Nach ersten Informationen unserer Redaktion sind Trümmerteile auf den Gehweg und parkende Autos gefallen.

Sonja Kaute



Kommentare
18.02.2013
14:48
Kripo ermittelt nach Explosion in Dortmunder Wohnhaus
von BWT1848 | #4

@#1

Das sind wohl die sparmaßnahmen der Verleger, in der WAZ und dem Revier Sport stehen auch des öfteren identische Artikel!!

18.02.2013
13:04
Kripo ermittelt nach Explosion in Dortmunder Wohnhaus
von Esgehtmirgut | #3

@1

Seit der Schließung der WR Redaktion in Dortmund wird bei der WR der Lokalteil von den RN geliefert. Hätte man aber auch mitkriegen können ging ja durch alle Medien.

18.02.2013
12:15
Das war wohl wirklich Glück im Unglück ..
von Strasser | #2

... dass die Explosion sich in einer Dachgeschoss Wohnung ereignete und so die Druckwelle schnell entweichen konnte. Ansonsten hätte das da so ausgesehen wie vor etlichen Jahren schon einmal in der Nordstrasse, als bei einer Gasexplosion ein ganzes Haus zusammen stürzte.

1 Antwort
@Stronzo
von mellow | #2-1

Ja, vor vielen Jahren. Vor der Selbstreinigung der Feuerwehr.

18.02.2013
11:37
Ähm
von gebensiedasverzerrtewortein | #1

wer schreibt denn jetzt von wem ab ?

Zitat RN von heute : " Unser Reporter vor Ort hat mit den Nachbarn der Wohnung gesprochen, in der die Explosion statt fand. Die Explosion habe sich "wie ein Erdbeben" angefühlt, schildert die Frau..... "

http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/Nordstrasse-Explosion-in-Haus-am-Nordmarkt;art930,1913844

Kann mir das mal jemand erklären, die Texte sind vollständig identisch !

5 Antworten
Explosion in Haus am Nordmarkt in Dortmund
von Schorlemme | #1-1

Das liegt daran das die RN die Texte für die Dortmunder Lokalredaktion des WAZ Konzerns schreibt. Ganz offiziell.

Guten Morgen ...
von Strasser | #1-2

... liebe Sonne - auch schon wach? Das die WR-Redaktion Dortmund von der WAZ-Mediengruppe geschlossen wurde (120 Festangestellte und 180 freie Mitarbeiter wuden arbeitslos) und der Lokalteil der WR nun komplett von den RN abgekauft wird, ist an Ihnen wohl vorbeigegangen- oder?

Achsoooo
von gebensiedasverzerrtewortein | #1-3

und warum machen die dann nicht eine Zeitung (Redaktion ) daraus ?

;)

Kripo ermittelt nach Explosion in Dortmunder Wohnhaus
von Schorlemme | #1-4

Die machen da nicht eine Zeitung raus, weil "nur" die Lokalredaktion geschlossen wurde. Die Gesamtredaktion der WR,WAZ, NRZ gibt es noch.

@ Schorlemme | #1-4
von vaikl2 | #1-5

Unfug. Die WR existiert nur noch als "Zombie", weil man gern einen hohlen Mantel als Abo- und Anzeigenträger behalten möchte. Der überregionale Teil wird vom WAZ-Newsdesk in Essen beliefert, die einzelnen Redaktionsmeldungen der früheren WR-Redaktionen übernehmen je nach Region andere Blätter - im Fall Dortmund halt die RN, weil hier keine andere WAZ-Redaktion greifbar ist.

"Ganz offiziell" ist das für die RN aber auch nicht, wie man drüben bei den Ruhrbaronen nachlesen kann.

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