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Kreuzviertel-Verein gibt Tipps gegen Stolperfallen in der Wohnung

14.08.2012 | 19:31 Uhr
Kreuzviertel-Verein gibt Tipps gegen Stolperfallen in der Wohnung
Petra Bank hat viele Tipps parat, mit denen Senioren in ihrer Wohnung besser zurecht kommen.Foto: Ralf Rottmann

Dortmund. Wie simpel manche Lösung sein kann – darüber staunen viele Menschen, die Besuch vom Kreuzviertel -Verein bekommen. Ältere Menschen, die in ihrer Wohnung nicht mehr so gut zurecht kommen, erhalten hier Tipps, wie sie ihre Wohnung umgestalten können.

„Dem überwiegenden Teil kann geholfen werden“, versichert Petra Bank. Der Kreuzviertel-Verein hatte sich vor mehr als 30 Jahren gegründet, damals mit dem Ziel, Sozialarbeit für die Bewohner des Kreuzviertels zu machen. Mittlerweile beraten die beiden Mitarbeiter Senioren aus ganz Dortmund kostenfrei zum Thema Wohnen. Die Beratung wird von den Pflegekassen und der Stadt finanziert.

Kleine Hilfsmittel – große Erleichterung

„Die meisten möchten gerne in ihrer Wohnung bleiben“, weiß Petra Bank. Damit das möglich ist, muss nicht immer ein großer Umbau vonstatten gehen. Petra Bank kennt viele kleine Hilfsmittel, die schon eine große Erleichterung sein können.

Zum Beispiel ein Badebrett. Das kann auf den Badewannenrand gestellt werden. Damit kann man sich im Sitzen duschen, ohne den beschwerlichen Ein- und Ausstieg aus der Wanne. Oder einen Fußheber. Indem man mit der Hand den Fuß hochzieht, ohne sich bücken zu müssen, kann eine hohe Kante überwunden werden. Oder ein Fensteröffner. Eine ganz simple Konstruktion: Eine lange Stange an deren Ende eine Art Haken ist, mit der die meisten Fenster geöffnet werden können. Oder feste Handgriffe und Handläufe. „Bei den Haltegriffen ist es wichtig, dass die sich auch farblich von der Umgebung unterscheiden“, rät Bank. Im Notfall sei ein weißer Haltegriff auf weißer Fliese schlecht zu finden.

Solche Hilfsmittel werden von den Krankenkassen finanziert, sind aber auch meistens nicht sehr teuer .

Mit wenig Aufwand könnten zudem in der Polsterei oder vom Schreiner, Sitz- oder Schlafmöbel erhöht werden – „auch eine große Hilfe“, weiß Bank.

Gefahrenstellen ausmachen

Noch günstiger ist es, wenn Petra Bank überhaupt erst einmal einen Blick in die Wohnung wirft, um Gefahrenstellen auszumachen. „Da habe ich mittlerweile ein ganz gutes Auge für“, sagt sie. Typische Fallen sind zum Beispiel Teppiche, große Vasen, die auf dem Boden stehen oder Schienen zwischen Teppichen. „Die meisten Menschen sind so sehr daran gewöhnt, dass ein Teppich an einer bestimmten Stelle liegt, dass sie gar nicht daran denken, wenn sie immer wieder Probleme haben, mit dem Rollator darüberzufahren.“ Solche Stolperfallen sind schnell beseitigt. „Wichtig ist auch die Küche“, meint Bank. Dort sammelten sich oft viele alte Sachen, die gar nicht mehr benutzt würden. Ebenso wichtig sei zudem eine gute Beleuchtung.

Oder auch einfach der gemeinsame Gang durch die Wohnung. Wie bei einer älteren Dame, die glaubte sie bräuchte einen Treppenlift weil sie die Stufen nicht mehr sehen konnte. „Sie hatte die falsche Brille auf“, stellte Bank lächelnd fest.

Christina Römer

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