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Konny Reimann - einmal Texas und (vielleicht) zurück

08.11.2009 | 10:57 Uhr
Konny Reimann - einmal Texas und (vielleicht) zurück

Dortmund/Texas. Konny Reimann ist Deutschlands wohl bekanntester Auswanderer. Seine Geschichte hat er schon in fast allen TV-Talkshows erzählt. Konny Reimann ist Kult. Im WR-Interview spricht der Neu-Texaner über Heimat

Er ist Deutschlands wohl bekanntester Auswanderer, ist ein Dauergast im Fernsehen und hat seine Geschichte schon in fast allen TV-Talk Shows erzählt: Konny Reimann ist Kult. Am 19. November liest der ehemalige Hamburger aus seinem Buch „Konny Reimann... aber das ist eine andere Geschichte” im Dortmunder „Piano”. WR-Redakteur Andreas Winkelsträter sprach mit dem Neu-Texaner aus Gainsville am Telefon.

Herr Reimann, sind Sie zu Hause?

Konny Reimann: Ja. Ja? Was heißt zu Hause? Ja, ich bin zu Hause. Ich bin gerade dabei, unseren Zoo zu versorgen.

Fühlen Sie sich schon ganz als Amerikaner?

Info
Geschichten aus dem Leben

Am 19. November wird Konny Reimann Geschichten aus seinem Leben im Piano, Lütgendortmunder Straße 43, erzählen.

Dabei wird er auch aus seinem Buch „Konny Reimann... aber das ist eine andere Geschichte” lesen.

Einlass zu der Veranstaltung ist um 19 Uhr.

Eintrittskarten kosten im Vorverkauf 16 Euro, an der Abendkasse 19 Euro.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.musiktheater-piano.de

Konny Reimann: Ich bin nach wie vor Hamburger. Mein Zuhause ist Texas, aber meine Heimat ist immer noch Hamburg. Ich betone Hamburg, nicht Deutschland.

Haben Sie denn häufig Heimweh nach Hamburg?

Konny Reimann: Ich bin sehr oft in Deutschland. Denn wir haben ja viele Werbeverträge mit verschiedenen Firmen, Fernsehauftritte. Heimweh nach Hamburg? Nun denn. Ich hab ja hier meine eigene Kneipe, hab eine kleine Hafenanlage, ein Boot. Ein bisschen Wasser, das hab ich mir praktisch hier her geholt. Das Flair von Hamburg hab ich direkt vor der Haustür.

Steckte schon immer das Fernweh in ihnen?

Konny Reimann: Das war wohl schon immer so versteckt in mir drin. Ich bin ja schon viel rumgekommen in der Welt. Bin ein bisschen zur See gefahren. Und. Ja. Ein bisschen rumgejuckelt in der Welt, so. Aber es war immer ein ergreifendes Gefühl, wenn ich zurück nach Hamburg gekommen bin.

Warum sind Sie eigentlich in die USA ausgewandert?

Konny Reimann: Ähm. Es gibt gar keinen richtigen Grund dafür. Wir wollten nur mal was ganz anderes machen. Wir sind auch nicht geflüchtet, wie berichtet wurde. Wir hatten wirklich ein geiles Leben in Hamburg, hatten weder berufliche noch wirtschaftliche Schwierigkeiten. Wir haben einfach von heute auf morgen etwas völlig anderes gemacht. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass wir keinen Bock mehr auf Deutschland hatten.

Sie haben ja sofort eine Greencard bekommen...

Konny Reimann: Das war ja riesiges Glück, dass wir die Greencard gewonnen haben. Manu, meine Frau, hat die gewonnen. Da wir ja in einer so genannten wilden Ehe gelebt haben, schon Jahre lang, war das der Grund, warum wir in Las Vegas geheiratet haben, bevor wir ausgewandert sind.

... und haben sich dort ihr Paradies geschaffen?

Konny Reimann: Zuerst haben wir in Gainsville selber gearbeitet und gewohnt. Und da haben wir uns gefragt: „Was kommt denn nu?” Aber wir haben gesehen, dass es richtig schöne Seen dort gibt. Und als wir dann am Wasser abends gesessen habe, wurde mir klar, was mir gefehlt hatte.

Womit verdienen Sie denn heute ihre Brötchen?

Konny Reimann: Jaaaa, das ist natürlich so ne Frage. Bis Ende des Jahres habe ich als normaler Angestellter gearbeitet. Und seit Anfang 2009 lebe ich in erster Linie von den ganzen Werbeverträgen. Und bin jetzt dabei, mein eigenes Business aufzubauen, Kälte- und Klimaanlagen. Das läuft schon seit zwei Jahren nebenbei. Nach und nach spricht sich das am See herum. Und da möchte ich dann schwerpunktmäßig dran arbeiten.

Wollten Sie immer berühmt werden?

Konny Reimann: Das hat alles ein bisschen überhand genommen. Das war nicht geplant. Was soll's. Ich leb hier in Texas und bekannt bin ich eher in Deutschland. Vielleicht in Gainsville ein bisschen. Es gibt Menschen, die mit 20, 24 so berühmt werden. Und die rasten aus. Nun bin ich ein alter Haudegen und habe schon viele Dinge in meinem Leben erlebt. Ich bleibe mir bestimmt immer zu hundertprozentig treu.

Andreas Winkelsträter

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Kommentare
08.11.2009
00:24
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von James.Brunt | #4

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07.11.2009
22:18
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von James.Brunt | #3

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07.11.2009
21:49
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von James.Brunt | #2

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07.11.2009
21:39
Konny Reimann - einmal Texas und (vielleicht) zurück
von dasKollektiv | #1

http://www.selbst.de/heimwerker-tipps-von-konny-reimann/konny-reimann-auf-selbstde-141359

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