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Jahresbilanz

Konjunkturpaket lässt Handwerk jubeln

14.04.2010 | 18:06 Uhr
Konjunkturpaket lässt Handwerk jubeln

Dortmund. Am Ende musste Kreishandwerksmeister Peter Burmann von seinen Innungsmeistern gebremst werden. Allzu positiv, ja geradezu euphorisch hatte er in seinem Jahresbericht die Lage des Handwerks beschrieben.

„Sehr, sehr erfreulich” war wiederholt gefallen. Dem Konjunkturpaket sei Dank. Doch es gibt ja auch noch die Frisöre, Kfz-Betriebe und den Wohnungsbau. Da sieht es eher mau aus.

„Das Konjunkturpaket war sehr, sehr wichtig”, leitete Burmann seine Jahresbilanz ein. Das Handwerk habe - trotz großer Befürchtungen - keine großen Umsatzrückgänge gehabt. Nur „kleinere Dellen”. Burmann: „Das Handwerk hat sich in der Krise stabil gehalten.”

"Konjunkturpakete wirken weiter"

Und: „Die Konjunkturpakete wirken weiter. In diesem Jahr sieht es sehr, sehr positiv aus.” Auf der Auftragsseite gebe es „eine sehr gute Auslastung”. Die Auftragsbücher seien für die nächsten sechs Monate voll. „Das ist sehr erfreulich. Das haben wir lange nicht gehabt.”

Nur das Kfz-Handwerk sowie Frisöre und Schneider seien von den Konjunkturspritzen nicht betroffen.

Die Zahl der Betriebe in Dortmund sei mit 4143 ziemlich konstant geblieben. Allerdings habe sich die Zahl der Beschäftigten auf 34 900 verringert. Bei den Ausbildungsstellen habe es zwar ein Minus um 4,6 Prozent gegeben, das sei aber unterhalb des Bundesdurchschnitts. Zu diesem Thema ergänzte Burmann: „Nicht alle Schulabgänger sind ausbildungsfähig.” Freie Stellen seien aus diesem Grund unbesetzt geblieben. „Kurzarbeit ist im Handwerk nicht groß in Anspruch genommen”, so der Handwerksmeister.

Und dann nochmal das Loblieb auf das Konjunkturpaket: Burmann sprach „der Stadt Dortmund ein großes Dankeschön für die vorbildliche Umsetzung des Konjunkturpakets” aus. Sie habe die Handwerksspitze „sehr früh ins Boot geholt”. In Dortmund seien bundesweit die ersten Aufträge vergeben worden. 98 Prozent der 78 Millionen Euro für die Stadt seien auch bei heimischen Firmen geblieben.

»Bei kleinen

Betrieben ist die Stadt nicht so großzügig«

Und das Paket werde noch weit in dieses Jahr hineinreichen. Kritisch sieht Burmann den Steuererlass von 1,8 bis 2,5 Millionen Euro bei Karstadt. „Bei kleinen Betrieben ist die Stadt nicht so großzügig”, monierte er.

Ziemlich in die Parade fuhr dem Handwerkschef Obermeister Erik Pamp, der den Optimismus nicht teilt. Nicht alle Gewerke profitierten vom Konjunkturpaket. Er nannte neben Frisören und Kfz auch Bildhauer und Steinmetze, Elektro und Maschinenbauer.

Die Kommunen müssten jetzt mehr Geld in den Straßenbau stecken. Die vielen Frostschäden habe es doch nur gegeben, weil die Straßen zuletzt schlecht gewartet worden seien.

Gerald NILL

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Kommentare
14.04.2010
22:40
Konjunkturpaket lässt Handwerk jubeln
von vaikl | #2

Ich finde es schon befremdlich, wenn WAZ-Mann Maug noch vor ein paar Tagen schreibt, dass sich Verwaltung und Bezirksregierung angeblich darüber wundern, warum in Dortmund so wenig Kohle abgerufen wurde und WRler Nill nun das Handwerk lobhudeln lässt, ohne auch nur mit einem Wort darauf einzugehen.

Von der schieren Freude über Aufträge kann sich die Wirtschaft nun mal nicht ernähren und dass es den heimischen Betrieben so klasse geht, dass sie ihr Geld der Stadt stunden könnten, ist ja wohl eher ne Fabel.

14.04.2010
19:50
Konjunkturpaket lässt Handwerk jubeln
von angie170754 | #1

Jetzt kommt gleich der geschätzte Herr Lohmann und beklagt, dass die Leute nicht im Rahmen des KPII sterben. Haareschneiden war auch nicht der Brüller. Lag aber, wie immer, nur an Sierau. Der P., Kandidat der Schwatten, geht nicht nur in die Stadtkantine sondern auch öfter zum Friseur. Im Ernst: Kenne kaum Städte die so schnell gearbeitet haben und die Aufträge in den eigenen Reihen gehalten haben. Ein Lob der Verwaltung!

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