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Zwei-Klassen-Medizin

23.06.2009 | 18:38 Uhr
Zwei-Klassen-Medizin

Viele Krankenhäuser rutschen immer tiefer in die roten Zahlen - da braucht man auch in Dortmund gar nicht lange zu suchen - und am Rombergpark stehen gleich zwei Investoren auf der Matte, um neue Kliniken zu bauen.

Wie passen diese beiden Nachrichten zusammen?

Es sind die beiden Seiten einer Zwei-Klassen-Medizin, die künftig noch stärker auseinanderdriften. Auf der einen Seite die absolute Rumpfversorgung in öffentlichen Krankenhäusern, gedeckelt vom chronisch unterfinanzierten Gesundheitswesen. Auf der anderen Seite High-Tech-Institute, in denen gute betuchte Menschen am Lebensabend dereinst nach Bedarf neue Organe oder eine neue Haut, neue Blutgefäße oder Herzklappen kaufen können.

Für diese Luxusmedizin ist die Sahne-Adresse am Rombergpark gerade fein genug. Der Patient mit Kohle darf im gediegenen Ambiente genesen. Der Rest muss künftig wahrscheinlich sehen, wo er bleibt. Er wird nicht viel von den medizintechnischen Errungenschaften haben, die er sich nicht leisten kann. Schon heute kostet der Einsatz von Spezialgeräten beim OP-Eingriff vierstellige Euro-Beträge extra.

Optimale Genesung und ein unbeschwerter Lebensabend dürften in Zukunft immer mehr eine Frage des persönlichen Kontostandes werden. Das darf man bei der Freude über das Interesse millionenschwerer Investoren nicht vergessen.

Gerald Nill

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Kommentare
24.06.2009
16:53
Zwei-Klassen-Medizin
von Dr_nat_Fake | #4

@jcm
Nachdem Sie aber auch fast jeden Kommentar von mir nachkommentieren, will ich mir die -kleine - Mühe machen, ihnen öffentlich zu antworten - das haben Sie als bekennder Linker verdient.

Die nationale Bewegung klaut keine Themenfelder sondern bei der Analyse gesellschaftlicher Entwicklungen oder zB der Kapitalismuskritik (Siehe auch Bundespräsident Köhler in einer Rede vom Mai 2009) kommt mensch - wen wunderts - eben zum gleichen Endergebnis.

Die aktuelle Idee eines nationalen Sozialismus fußt in Teilen durchaus auf Vorstellungen der linken NSDAP, hat sich aber - angereichert durch neue Erkenntnisse und Philosophien des 20 Jahrhunderts - eigenständig weiterentwickelt und ist mit alten Vorstellungen und Problemen nicht mehr vergleichbar.

Das dies Linken und anderen politischen Richtungen Probleme bereitet, ist nachvollziehbar. Wenn dann nur noch das Totschläger-Argument bleibt, ist das ziemlich plump und einfach zu widerlegen.

Das am 1. Mai die Randale von den nationalen Kräfen ausging, wird weiterhin - auch anhand der Bild- und Videobeweise- bestritten. Das nationale Demonstranten mit linken DGBlern und auch der Polizei Auseinandersetzungen hatten, wird nicht bestritten und ist bedauerlich, gab es doch dem politischen Gegner und den Medien eine Steilvorlage gegen die Rechten.

Das Diskussionen in diesem Forum - abgesehen von gelegentlichen Schwächen von Zensur - möglich sind, zeigt, dass politische Auseinandersetzungen auch ohne Bedrohung und Totschlag erfolgen können. Is doch so - oder?

Ihr Dr_nat_fake

24.06.2009
08:15
Zwei-Klassen-Medizin
von jcm | #3

@dr.f...
Na, hierr mal wiederr Befehle forrrmulierrt?

Zu blöd aber auch, dass immer noch keiner kuscht, woll?! Tut mir leid, dass ich ihnen wenig bis keine Hoffnung darauf machen kann, dass sich dies jemals ändert...

Denn ihr Braunen könnt geklaute Themenfelder als Parolen benutzen wie ihr wollt, die (u. a. den TOD bringenden!) Tatsachen, die sich aus eurer braunen Ideologie ergeben, sind und BLEIBEN hochgradig unerwünscht!

Erst recht nachdem ihr am 1. Mai gezeigt habt, was man mit hinterhältiger, brutaler Gewalt alles für die Volksgesundheit, leisten kann! Supa Idee war dat!
VIELLEICHT bekommt ihr dafür nach wie vor am Stammtisch Kleiner Feigling Applaus - aber mehr iß nich drinne!
Soweit verstanden? Prima!
Ihr jcm

23.06.2009
22:56
Zwei-Klassen-Medizin
von Metheier | #2

Ach Herr Nill, auch wenn Sie mit dem 24-Gang-Shimano-Fahrrad für 3000 Euro ins Rathaus kommen statt mit nem gebrauchten Golf für 2900, Ihre alberne Kapitalismuskritik ist ********.

23.06.2009
20:53
Zwei-Klassen-Medizin
von Dr_nat_Fake | #1

Welch wahre und mahnenden Worte.

Als Kommentar wäre der Text aber mit hoher Wahrscheinlichkeit - entsprach nicht den Nutzungsbedingungen - gelöscht worden - oder?

So viel Kapitalismuskritik - das ist ja annähernd an rechte, nationale und sozialistische Positionen - und an deren Vorstellung von Volksgesundheit.

So etwas - liebe Redaktion - wollen wir aber mal besser lassen .....

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