Warum?
05.05.2010 | 18:38 Uhr 2010-05-05T18:38:00+0200Wissen wir Montag mehr über die Rolle Klaus Schäfers bei den Rechtsradikalen und seine Zukunft bei der Feuerwehr?
Der Rapport bei der Stadt steht an, den er Anfang der Woche wegen einer Krankmeldung nach der Teilnahme an der Neonazi-Demo und der damit verbundenen öffentlichen Empörung abgesagt hatte.
Fast täglich werden neue Details über seine Verstrickung in die rechte Szene bekannt: Freitag in Dortmund, bei anderer Gelegenheit in Dresden, im Herbst 2009 bei einer Demo mit dem rechten Wortführer Worch im Hafen, inmitten der Rechten bei einer Diskussion im Rathaus. Und aus antifaschistischen Kreisen gibt es weitere Hinweise, die Schäfers Ausführungen und Erklärungen, er habe nur zuhören und sich informieren wollen, nicht glaubhaft erscheinen lassen.
Seine Zukunft bei der Stadt hängt davon ab, welche Aktivitäten in der rechten Szene ihm zweifelsfrei nachzuweisen sind. Das Vertrauensverhältnis zwischen dem Dienstherrn Stadt zu seinem leitenden Stadtbeamten Schäfer ist jedenfalls schon jetzt nachhaltig beschädigt.
Vielleicht werden diese Fragen - des Dienstrechts und jene zum Umfang der unsäglichen Beteiligung Schäfers an den Aktionen Rechtsradikaler - bald geklärt. Dann steht aber noch immer das „Warum” zu dieser fatalen Persönlichkeitsentwicklung im Raum.
04:16
Was der Mann wirklich denkt, weiß doch keiner.
Das interessiert mich auch nicht die Bohne. Meinswegen kann er denken, dass die Sonne eine gelbe Zitrone ist, die um seine Nase kreist. Völlig piep.
Mich interessiert seine in aller Öffentlichkeit zur Schau gestellte Sympathie mit verfassungfeindlichen Gruppierungen. Damit macht er sein Denken zur Show für Alle und setzt sich automatisch der Kritik aus. Die hat er jetzt auszuhalten, wenn er Eier hat. Punkt.
20:54
@33 Sie unterstellen Schäfer, daß er ein Nazi sei, Was der Mann wirklich denkt, weiß doch keiner. Aus den Taten und seinem bisherigem Wirken sowie der Tatsache, daß er bei den Linken war und am gleichen Abend noch bei den Jusos gesehen wurde, lässt sich das meines Erachtens nicht schließen.
Auch im Mittelalter wurde bei den Hexen, denen nichts nachzuweisen war, argumentiert, daß sie eben besonders anpassungsfähig, schlau und durchtrieben waren. So gesehen waren sie dann doch schuldig. Ihre Argumentation geht genau in diese Richtung.
19:55
Aber er hat nachweislich auch im fast gleichen Outfit auch bei bei der Linken und Oskar Lafontaine gestanden, wie WAZ-Archivbilder belegen.
Ach? Das macht seinen Fascho-Applaus und seine vorherigen Kontakte zur AN-Szene also ungeschehen? Man muss sich nur häufigst bei allen möglichen Gelegenheiten zeigen und dann ist man alle Verantwortung los?
Ich glaube, Sie haben noch nicht begriffen, wie anpassungsfähig sich Neonazis in der Gegenwart geben können, ohne ihre verfassungsfeindlichen Ziele aufzugeben.
Und Ihre Resozialisierungs-Träumereien von sinnvoller Arbeit in höchst sensibler Position oder Sozial-Coaching für einen der ranghöchsten Beamten der Stadt mit entsprechender Intelligenz beweist meine Annahme.
19:27
@29 und 31 Die Suspendierung vom Job und der Rauswurf aus der SPD über die Medien via Internet war sicherlich nicht die Idee von Herrn Schäfer. Zugegeben, es war dumm von dem angeblich hochintelligenten Menschen sich neben eine rechte Versammlung zu stellen. Aber er hat nachweislich auch im fast gleichen Outfit auch bei bei der Linken und Oskar Lafontaine gestanden, wie WAZ-Archivbilder belegen.
Vielleicht sollte man das ganze mal in Ruhe und sachlich klären.Für Dortmund wäre es besser, wenn er im IFR-Institut sinnvolle Arbeit macht, hier Arbeitsplätze schafft, Fördergelder nach Dortmund holt anstatt als Zwangsrentner rumzusitzen.
Aber es ist mittlerweile von der Stadt und den Medien reichlich Porzellan zerschlagen worden. Wer soll das alles kitten? Ich glaube nicht, daß Schäfer das Ganze beabsichtigt hat. Der Mann braucht eher einen Sozial-Choach.Die These vom bewussten Handeln ist wieder eine der vielen Vermutungen und Unterstellungen.
18:47
und das durch den Kakao ziehen versteh ich nicht.Im Gegenteil lese ich eine gewisse Genugtuhung und Freude,daß Herr Schäfer Vorschläge machen darf,bzw noch Forderungen stellen kann.Darauf hat er sich bestimmt schon im Vorfeld vorbereitet(mit senem Anwalt)Mir kommt es eher wie ein Machtkampf vor, politische Gesinnung egal
18:35
Als ranghoher Beamter kann er sicher woanders eingesetzt werden,zb in der Personalabteilung,ect.,meinetwegen auch mit 6000Euro Gehalt.Im normalen Arbeisleben geht das auch,wenn man eine leitende Position anders besetzt.Es gibt in Deutschland genug Leute,die hochqualifiziert sind und 1 Euro Jobs annehmen müssen,weil sie arbeitslos geworden sind.
17:38
@28 DoBiDo
Ihre Opfer-These für Schäfer ist aber ziemlich gewagt. Als dienstfauler Beamter brauche ich mich also demnächst nur in eine Fascho-Demo einreihen, Beifall klatschen und mich fotografieren zu lassen, schon bekomme ich nen schönen Rentenjob.
Was Pogadl angeht: So wie er bei allen Problemen der letzten Monate rumgeeiert ist und aus allen Wolken fiel, können wir wirklich froh sein, wenn ab morgen Irgendeiner wieder den richtigen OB macht.
17:15
@ 27 Wer so in den Medien durch den Kakao gezogen wurde, hat ein nachhaltiges Problem. So etwas heilt nicht nach 4 Wochen.
Sicher muss Schäfer öffentliche Diskussionen ertragen aber bei Unterstellungen, Verleumdungen, Zitaten aus seiner Personalakte und wilden Spekulationen hört der Spass auf. Dazu hat er ja erhebliche Folgen zu tragen. Er ist suspendiert und die Stadt versucht ihn rauszuschmeißen.
Auf Radio 91.2 hat Pogadl das Problem der Versetzung schon angesprochen. Als einer der ranghöchsten Beamten kann die Stadt Schäfer nur als Direktor des Institutes oder als Feuerwehrchef verwenden. Im Beamtengesetz hieße das amtsangemessene Beschäftigung, so Pogadl.
Bin mal gespannt wie das weitergeht. Die Stadt scheint mittlerweile zu wissen, daß sie ganz schlechte Karten hat. Per Radio 91.2 hat sie Schäfer schon ein Friedensangebot unterbreitet. Er soll sich jetzt mal Gedanken und Vorschläge machen. Irgendwie irre. Die Verursacher bitten nun das Opfer den Schaden irgendwie wieder zu richten?
16:46
Intrigen,vernichten?Tatsache ist,in vier Wochen redet keiner mehr darüber,in Harz IV fällt Herr Schäfer bestimmt nicht.Wenn er in seiner Position so exzentrisch lebt,es vielleicht noch provoziert,muss er auch damit rechnen,in öffentliche Diskusion zu kommen,oder?Im übrigen kann er an einem anderen Arbeitsplatz versetzt werden,besser als10 Jahre suspendiert
13:15
Hinter den Kulissen wird auch schon von einer Intrige gegen Schäfer gesprochen. Das könnte WARUM erklären.
Das der Mann häufig bei linken und selten auch bei rechten Veranstaltungen dabei war ist bekannt. Wenn die Medien und sein Dienstherr aus den rechten Kontakten eine Staatsaffäre konstruieren und verleumderisch sogar Geheimnisverrat unterstellen, dann fragt man sich warum seine linken Kontakte nicht thematisiert werden?
Schon 2004 wollte ihm die Stadt mit einem Korruptionsverdacht fertig machen. Als dieser Fall sich in Luft auflöste und selbst die Staatsanwaltschaft und die Grünen von internen Querelen und einer Intrige sprachen, war plötzlich Ruhe im Schiff. Auch Schäfers Wechsel von der Feuerwehr zum IFR, so jedenfalls die WAZ in einem Bericht von 2008, geschah schon, weil er Langemeyer und Sierau immer wieder im Weg gestanden hatte.
Was weiss der Mann und warum will man ihn regelrecht vernichten? Könnte der nicht auch zurückschießen? Was könnte das für Folgen für Dortmund haben?