Viele wollten zu viel am Dortmunder U-Turm
08.09.2010 | 12:34 Uhr 2010-09-08T12:34:00+0200
Dortmund.Von Beginn an steht das „Dortmunder U” unter einem immensen Zeit- und Erwartungsdruck. Nach länglicher inhaltlicher Debatte und Gefeilsche um Fördermillionen sollte in wenigen Monaten ein altes Gebäude im Zustand eines erheblich sanierungsbedürftigen Rohbaus zu einem Objekt mit Strahlkraft für Ruhr.2010 mutieren.
Der Dortmunder U-Turm sollte binnen kurzer Zeit von einer Ruine zum strahlenden Kreativzentrum umgebaut werden. Wie sich jetzt zeigt, ein überambitioniertes Ziel.
Auch wenn der Winter überhart war, Statikprobleme selbst Experten überraschten - die turnusmäßige sechswöchentliche Verschiebung irgendwelcher Termine steht einem Projekt dieses Kalibers schlecht zu Gesicht.
Augen zu und durch
Die Erkenntnis reift: Die Verantwortlichen wollten von Beginn mehr, als sie der Öffentlichkeit im durch die Ruhr.2010 gesetzten Zeitrahmen bieten konnten. Augen zu und durch war offenbar die Devise. Schon bei der Teileröffnung im Mai fragten auswärtige Medienvertreter kopfschüttelnd, warum man ihnen einen Rohbau präsentiere. Ein „Schwarze-Peter-Spiel”, dass sich gestern andeutete, bringt allerdings niemanden weiter. Der Start war und bleibt ein Fiasko - da nutzt auch der Gerbersche Verweis in eigener Sache auf einen großartigen Entwurf nichts.
In einer Stadt mit finanziellen Problemen wie Dortmund steht ein Projekt wie das „U” unter erheblichem Rechtfertigungsdruck. Das „U” hat einen miserablen Start. Die Chancen, dass es die Dortmunder letztlich überzeugt, stehen dennoch nicht schlecht. Das zeigt das große Interesse, das einer Museumsbaustelle seit der Teileröffnung Ende Mai entgegengebracht wird.
01:44
Das wird schon werden . Man sollte nur versuchen auch dem Kommerz auf der Projektfläche Raum zu geben , damit es kein Elfenbeinturm wird . siehe z.B.Rizzi im Centro..
Und beim Verkünden von Terminen auch Komplettlösungen (optisch zumindest auch im Nahbereich anzubieten) es gibt bestimmt einen Common Sense wann ein Projekt fertig ist.
15:04
Also, ich bisher habe kein noch von keinem Projekt gehört, welches planmässig und mit der kalkulierten Summe fertig wurde.
Neustes Beispiel: Stuttgart 21
National wurde wenigstens der U-Turm positiv bekannt - aufgrund der Anti-Nazi-Installation, als wg. des unsäglichen Nazi-Trachtenumzuges D auf DO blickte...
14:25
@ #3
Auf deutsch: Noch nicht mal das simple Kopieren der richtig teuren Skandale bekommt unsere Stadtspitze gebacken.
13:27
Alles halb so wild, wenn man sich mal anschaut was in Hamburg gerade abgeht ...
13:21
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12:39
Statt sich in Zweckoptimismus zu üben und uns einreden zu wollen, dass dat Dingen irgendwann ganz schön werde, sollten Sie sich lieber mal mit den Kosten beschäftigen, Herr Bußmann.
Kein Mensch kann mehr glauben, dass es bei der Bewilligungshöchstgrenze von 50 Mios bleibt.