Vermiet-Nomaden
24.06.2009 | 18:39 Uhr 2009-06-24T18:39:00+0200
Vorgestern Veba, gestern Viterra, heute Annington - und morgen? Eines steht schon bei dieser Aufzählung fest: Der Mietwohnungsmarkt befindet sich in einer Abwärtsspirale - zu Ungunsten der Mieter.
Dabei dürfte die Entwicklungen niemanden mehr wundern. Längst haben sich die „Heuschrecken” entlarvt, die übers Land ziehen und alles an sich reißen, was nach Rendite riecht.
Siedlungen mit Tradition aus industriellen Zeiten, zum Wohle der Beschäftigten gebaut, werden nur noch als Anlageobjekte gesehen, die wie eine Zitrone ausgepresst werden. Mieten rauf, Service runter. Vertretungen vor Ort weg, damit nur ja keiner auf die Idee kommt, Mängel anzugeben.
Diese Mieter - und es werden als nächste die ehemaligen LEG-Mieter hinzukommen - sind zu bedauern. Ihre Ansprechpartner sind am Ende der Abwärtsspirale nur noch Briefkastenfirmen, hinter denen sich Hedgefonds verstecken. Die Wünsche und Bedürfnisse der Mieter interessieren dann keinen mehr.
Es geht aber auch anders. Das zeigen aktuell zum Beispiel Dogewo und der Spar- und Bauverein. Sie erhöhen sogar ihre Serviceangebote für immer ältere Mieter. Es gibt Ansprechpartner rund um die Uhr, Hausmeister, Betreuungsangebote und manches mehr. Kein Wunder, dass die Anfragen hier von Tag zu Tag zunehmen.
05:58
Auch Wohnungsgenossenschaften sind sehr gute Vermieter.