Unglaublicher Druck
14.09.2009 | 18:59 Uhr 2009-09-14T18:59:00+0200Nehmen wir mal im günstigen Fall für Ullrich Sierau an, dass ihn Noch-OB Gerhard Langemeyer vor die Wand hat laufen lasssen.
Selten hätte der Spruch von der Steigerung „Freund, Feind, Parteifreund” eine derartige Berechtigung erfahren.
Ullrich Sierau steckt in der Bredouillie, bis zum Hals im Sumpf. Längst hat die Dortmunder Affäre landesweites Interesse gefunden. Und die Spitze der Dortmunder Sozialdemokraten arbeitet mal wieder konsequent daran, die grassierende Parteien-Verdrossenheit zu stärken.
Mit seiner Entscheidung, die Wahl zum OB anzunehmen, setzt sich Sierau einem unglaublichen Druck aus. Er hat wichtige Argumente, er mag mit sich selbst im Reinen sein, und er mag seit gestern - zumindest offiziell - Partei und Fraktion hinter sich wissen. Doch die Hypothek der Haushaltsaffäre kann ihn erdrücken.
Sierau wird in der zweiten Ratssitzung als neuer OB mit einem Votum der Mehrheit des Rates konfrontiert werden, die eine Wiederholungswahl will. Sierau kann diesem Votum folgen und hoffen, dass sich bis dahin der Affären-Nebel gelichtet hat, und seine Rolle und seine Leistung erneut vom Wähler bewerten lassen. Er kann allerdings auch das Verwaltungsgericht anrufen. Dann droht der Stadt ein Rechtsstreit, der sich über Jahre hinziehen kann.
Und das kann eine Stadt wie Dortmund allerdings überhaupt nicht gebrauchen.
20:09
#1
Kann ich Ihnen sagen: Der Konzern steuerzahlender Bürger, der die Schnauze voll hat und es leid ist, dass seine Abgaben in Prestige-Projekten verschwinden und das Loch im Haushalt immer größer wird.
Zur Erinnerung: 70% der Dortmunder Wahlberechtigten haben weder Sierau noch SPD gewählt.
21:43
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