Notfall - bitte warten
04.05.2009 | 18:11 Uhr 2009-05-04T18:11:00+0200
Deutschland - reiches Land, armes Land? Es gab einmal Zeiten, in denen stolz auf das deutsche Gesundheitssystem gezeigt wurde.
Heute mag man es sich nicht vorstellen, dass Rettungswagen Warteschleifen drehen, weil kein Krankenhaus mehr ein Intensiv-Bett frei hat.
Genauso unschön ist die Vorstellung, dass der frisch Operierte, der dringend eine Intensiv-Bewachung nötig hätte, auf eine normale Station geschoben wird, weil der Notfall Vorrang hat.
Diese Sparpolitik ist nicht nur eine Verachtung der Interessen jedes einzelnen Patienten, sondern - wieder mal zu kurz gedacht. Was jedem Mediziner klar ist, muss man Gesundheitspolitikern nochmal sagen: Beim Notfall zählt jede Minute!
Beispiel Schlaganfall: Nur wer innerhalb eines kleinen Zeitfensters von bis zu vier Stunden nach den ersten halbseitigen Lähmungssymptomen eine Lyse-Medizin erhält, kann schwerwiegende chronische Schäden vermeiden. Patienten, die zu spät behandelt werden, verlieren nicht nur Lebensqualität, sondern kosten lebenslang Geld, weil sie nicht mehr arbeiten können, dafür aber gepflegt werden müssen.
Genauso wie fehlende Not-ärzte im Rettungswagen teure Flüge des Rettungshubschraubers erforderlich machen.
Dortmund mit seinem großen Einzugsgebiet muss dringend bei den Intensivbetten nachlegen, um den wachsenden zukünftigen Bedarf in einer immer älteren und immer krankeren Bevölkerung decken zu können.
08:10
Aus dem einst funktionierenden und vorbildlichen deutschen Gesundheitswesen wurde von den politisch Verantwortlichen mittlerweile ein extrem teures Gesundheit-Un-wesen gemacht - zum Schaden des Volkes.
Seehofer (CSU) erfand als Gesundheitsminister das System der über 400 Krankenkassen - toll, viele Versorgungsposten für verdiente Politik-Funktionäre, gefolgt von der gutmenschlichen Frau Fischer (GRÜNE) nun der Polit-Clown Prof.Lauterbach (SPD) und Uuullala Schmidt (SPD), die setzen derzeit dem Ganzen noch die Krone auf.
Das Volk steht staunend dabei und wundert sich - noch - wehe, wenn die Auswirkungen in der Breite erfahrbar werden. Das Bettenproblem in den Kliniken ist gerade mal die Spitze des Eisberges .....