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KOMMENTAR

Kampf den Klischees

22.03.2010 | 16:45 Uhr

Dyskalkulie ist eine Störung. Eine Herausforderung für Betroffene. Und ein echtes Problem: Wegen der Lehrer, Krankenkassen und Ministerien, die ihr Hausaufgaben nicht gemacht haben.

Dyskalkulie ist eine Störung. Eine Herausforderung für Betroffene. Und ein echtes Problem: Wegen der Lehrer, Krankenkassen und Ministerien, die ihr Hausaufgaben nicht gemacht haben.

Wie ist es zu erklären, dass viele Lehrer - trotz Fortbildungen - nicht im Stande sind, mit der Lernstörung umzugehen? Schlimmer: Dass sie bei nachgewiesenen Fällen mit ihrer Tumbheit sogar zu einer Verschlimmerung der Situation beitragen?

Wie ist es zu erklären, dass die Krankenkassen die Störung, die in hohem Maße mit Suizidgefahr einhergeht, erst ernst nehmen, wenn sich die Dyskalkulie in Depression äußert?

Wie ist es zu erklären, dass das Schulministerium Rechenschwäche noch immer nicht als Störung anerkennt und die Leistungsanforderungen daraufhin anpasst? Während die Lese-Rechtschreibschwäche per Erlass in den Köpfen angekommen ist, kann man - wie nicht nur die klischeehaften Aussagen eines Staatssekretärs verdeutlichen - mit dem Problem Dyskalkulie noch immer nicht umgehen. Trotz Gesetz.

NRW-Schulgesetz, § 2 (9): „Schülerinnen und Schüler mit Entwicklungsverzögerungen oder Behinderungen werden besonders gefördert, um ihnen durch individuelle Hilfen ein möglichst hohes Maß an schulischer und beruflicher Eingliederung, gesellschaftlicher Teilhabe und selbstständiger Lebensgestaltung zu ermöglichen.”

Lasst Worten Taten folgen!

Peter Ring

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Zickzack-Kurs auf Zeit
CONTRA
Radschnellweg, die Dritte: Dafür, dagegen, dafür - wie denn nun? Egal, ob man begeisterter Radfahrer ist oder nicht: Bei diesem Zickzack-Kurs kann man OB Sierau nur wünschen, dass er einen Helm trägt, das Handy aus ist, und sein Navi funktioniert.
Schnell nachbessern
PRO
Den geplanten Radschnellweg nur auf die finanzielle Seite zu reduzieren, wäre fatal. Sicher, 37 Millionen Euro für eine Ost-West Strecke ist völlig überteuert. Und es ist ein fatales Signal, dass der RVR argumentiert, 80 Prozent kommen von Bund und Land. Na und? Damit sind es immer noch...