Impfen im Vakuum
21.10.2009 | 19:30 Uhr 2009-10-21T19:30:00+0200Nicht gerade beruhigend, wenn Gesundheit zu einer Glaubensfrage wird, die weitreichend über den gewohnten Tellerrand hinausgeht.
Schulmedizin oder Homöopathie – das kennen wir ja. Jetzt ist die Frage: Sich impfen lassen oder nicht? Wo uns sonst wissenschaftliche Erkenntnisse in Sicherheit wiegen oder wenigstens Ärzte aufschreiben, was schon anderen geholfen hat, da verlangt die Schweinegrippe uns eine eigene Entscheidung ab.
Zu Risiken und Nebenwirkungen der Impfung mögen Sie Ihren Arzt oder Apotheker fragen. Leider wird Ihnen der eine wie der andere nicht viel sagen können. Weil die niedergelassenen Kollegen auch nicht mehr wissen als ihre forschenden Kollegen. Klar ist nur: Pandemrix, der Impfstoff, der klingt, als stamme er aus dem geheimen Fundus des aus den Asterix-Comics bekannten Druiden Miraculix – dieses Medikament enthält einen Wirkstoffverstärker, dessen Nebenwirkungen nicht einschätzbar sind.
In diesem von Fragen statt Antworten gekennzeichneten Vakuum hätte die Stadt mehr Fingerspitzengefühl zeigen können, statt sich nur an die Empfehlung der Experten vom Robert-Koch-Institut zu hängen. Ist es zu viel verlangt, Merkzettel unters Volk zu bringen, um die Bürger vollständig über das komplexe Impfthema aufzuklären? Das hätte vielleicht zwei Wochen länger gedauert, aber ein großes Stück der Verunsicherung genommen.
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20:26
Vielleicht hätten die Medien mit ein wenig Hirn auch frühzeitig diesen Pandemie! PANDEMIE!!-Terror durchblicken sollen, dann wäre diese ganze Diskussion über ethische Verantwortung und geixte Wikstoffe so überflüssig wie Zahnschmerzen.
Aber dann kann man ja auch nicht mehr drüber schreiben, gelle?