Giftfass ohne Boden
02.12.2010 | 13:20 Uhr 2010-12-02T13:20:00+0100Es kommt wohl genau so, wie vor Monaten an dieser Stelle befürchtet. Die Envio-Sanierung droht nicht nur zur unendlichen Geschichte zu werden, sondern auch zu einem tiefen Millionengrab. Denn ein gestecktes Ziel nach dem anderen löst sich jetzt in Wohlgefallen auf.
Die auf 1,8 Millionen Euro taxierte Sanierung des verseuchten Geländes – sie wird ein Vielfaches verschlingen. Fünf, sieben, zehn, sogar zwölf Millionen Euro werden unter der Hand gehandelt. Käme es so – dieses Desaster hätte verhindert werden können. Denn jetzt wird bekannt: Die Niedrigschätzung aus Arnsberg beruhte einzig und allein auf Daten aus dem Hause Envio. Kaum zu glauben. Dass die Bezirksregierung eine Kostenkalkulation auf ungeprüfte Angaben einer Firma gründet, von deren krimineller Energie sie überzeugt ist, macht fassungslos. Statt der Giftfirma über Monate dabei zuzusehen, wie nichts auf dem verseuchten Gelände geschieht, hätte Arnsberg das Ruder früh in die Hand nehmen und mit externem Sachverstand Sanierungsbedarf nachweisen können. Ob der juristisch durchsetzbar gewesen wäre, ist eine andere Frage. Aber das öffentliche Signal wäre ungleich stärker ausgefallen als das naive Bild, das die Bezirksregierung jetzt abgibt. Damals wäre auch noch Geld bei Envio zu holen gewesen.
Heute läuft die Zeit in vielfacher Hinsicht gegen die Behörden. Und gegen den Steuerzahler, der den Schlamassel ausbaden darf.
07:29
Interessant, die Behörde entspricht dem geläufigen Vorurteil. Schlafend in Richtung Pension.
01:01
@ #4
Falls Sie die Behördenkontrolle von Ende März diesen Jahres meinen - dort wurden u.A. die unzulässigen Handschuhe sehr wohl mehrfach gerügt, siehe hier:
http://www.taz.de/fileadmin/static/pdf/fortschreibung-chronologie-der-Verfahrensakte.pdf
Der Knackpunkt ist, dass man den simplen Verbesserungsschwüren des Betriebsleiters zunächst Glauben schenkte, wie all die Jahre zuvor auch.
In diesem Haufen von Verstößen kriminelle Energie zu entdecken, dazu reichte das Hirn eines Amtsschimmels anscheinend nicht. Oder es war brainwashed.
11:17
Neupert Harks und Co wünsche ich frohe Weihnacht und ein Gewissen als Weihnachtsgeschenk.
Sie mögen an Ihrem Geld viel Freude haben und an all die verseuchten Menschen denken wenn Sie sich zukünftig eine Ware kaufen.
Weihnachten gibt Ihnen Zeit über Ihr handeln nachzudenken.
Geld ohne Wert liegt auf Ihren Konten.
11:06
Die Behörden sind vor Ort gewesen und haben sich die Arbeitsbedingungen angeschaut. Selbst ein blick in das Firmenvideo hätte genügt; die Arbeiter schrauben an den Trafos mit NITRIL BESCHICHTETEN Handschuhen mit Baumwollrücken. Solche Handschuhe werden auf dem Bau verwendet!
DIE Behörde hat billigend die Vergiftung der Menschen und der Umwelt in kauf genommen. Die Behördenleiter sind in Haftung zu nehmen. Neupert ist ein Geschäftsmann, der seinen Profit sieht. Menschenleben und die Umwelt waren nur ein Grund den Preis für die Entsorgungskosten in die Höhe zu treiben. Neupert Harks und Co sind ausschließlich an Geld interessiert. Die Behörden haben hier versagt schließlich üben Sie eine Kontrolle aus und dieser Pflicht sind Sie nicht nachgekommen; die Gründe dafür sind eigentlich egal.
DIE BEHÖRDE IST FÜR DIESEN VORFALL HAFTBAR ZU MACHEN.
07:50
Der Betrieb in der Kanalstrasse war immer ein Drecksloch. Der gesamte Boden war z.B. immer ölig und erinnerte mehr an eine alte LKW Schlosserei aus den 50èr als an ein Fachbetrieb zur Entsorgung von PCB.
Der/die Behördenmitarbeiter müssen blind oder bestechlich gewesen sein.
NeupertHarks und Co und dei entsprechende Behörde sollten geschlossen antreten und die Flächen reinigen.
DIE Behörde hat versagt Konsequenzen sind nun zu ziehen.
23:05
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14:04
Das sind eben die Folgen, wenn Behörden des Landes NRW - egal ob unter rot-grün oder später dann unter schwarz-gelb - ihre Arbeit nicht verrichten und auch die Dienststellen der Stadt Dortmund - trotz eindringlicher Hinweise - nichts tun.
Megapeinlich, wenn man als rot-grüne Landesregierung ENVIO noch EU-Fördermittel zuweist und wenn man als Stadt Dortmund ENVIO einen Umweltpreis verleiht.
Diese entweder systemimanente Hilflosigkeit oder bewusste Strategie setzte sich im Verfahren gegen Envio fort und auch die Staatsanwälte und die Steuerfahndung konnten offenbar den Transfer von Firmenvermögen nach St. Nirwana - inklusive einer perfekten Verschleierung - nicht verhindern obwohl sie quasi daneben standen.
Nun werden die Sanierungskosten an denen hängenbleiben, die derzeit sowieso alles zahlen - an den Bürgern. Die Stadt ist zudem durch die wirtschaftlichen Verflechtungen mit ENVIO und als Grundeigentümerin in besonderem Masse betroffen. Aber - was machen schon so ein paar zusätzliche Millionen, wenn man ohnehin mit mindestens 115 Millionen 2011 im Defizit steht?