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Krebs verhindern:

Ein Volk von Vorsorgemuffeln

13.01.2010 | 18:07 Uhr
Ein Volk von Vorsorgemuffeln

Dortmund. Unseren Wagen bringen wir - spätestens - alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung. Und den eigenen Körper? Da schludern wir Bundesbürger ganz gewaltig bei der Inspektion. Ein Volk von Vorsorgemuffeln!

Drei von vier Menschen gehen noch immer nicht zur Krebsvorsorge. Wissen diese Leute nicht, dass sich zum Beispiel Darmkrebs, die zweithäufigste Tumorart bei Mann und Frau, meist über viele Jahre, manchmal Jahrzehnte hinweg entwickelt? Schleichend, schmerzlos, tückisch.

Wenn dieser Krebs Beschwerden macht, ist schon alles zu spät. Eine Heilung praktisch ausgeschlossen. Wie einfach ist im Gegensatz dazu heute eine Vorsorgeuntersuchung. Eine Beruhigungsspritze lässt den Untersuchten die Inspektion des Darms oder des Magens überhaupt nicht spüren. Werden Wucherungen gefunden, können diese Polypen in einem Arbeitsgang entfernt werden. Damit sind gleichzeitig die Vorstufen für bösartige Tumore beseitigt.

Die Zahlen, die Klinik- Chefarzt Prof. Michael Heike mitteilt, lassen aufhorchen: Bei jedem dritten Vorsorge-Fall lassen sich diese Polypen finden. „Darmkrebs ist heilbar, jedoch nur, wenn er frühzeitig erkannt wird”, so die Botschaft des Mediziners. Nutzen Sie die Chance. Ab dem 50. Lebensjahr wird die Untersuchung von den Krankenkassen übernommen. Danach hat man in der Regel zehn Jahre lang Ruhe - und Sicherheit.

Gerald NILL

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Zickzack-Kurs auf Zeit
CONTRA
Radschnellweg, die Dritte: Dafür, dagegen, dafür - wie denn nun? Egal, ob man begeisterter Radfahrer ist oder nicht: Bei diesem Zickzack-Kurs kann man OB Sierau nur wünschen, dass er einen Helm trägt, das Handy aus ist, und sein Navi funktioniert.
Schnell nachbessern
PRO
Den geplanten Radschnellweg nur auf die finanzielle Seite zu reduzieren, wäre fatal. Sicher, 37 Millionen Euro für eine Ost-West Strecke ist völlig überteuert. Und es ist ein fatales Signal, dass der RVR argumentiert, 80 Prozent kommen von Bund und Land. Na und? Damit sind es immer noch...